Ziemlich übel: Die ganze Wahrheit zu Migrations- und Flüchtlingspakt

Bravo, Stefan Aust! Der langjährige SPIEGEL-Chefredakteur, seit 2014 Herausgeber der Tageszeitung „Die Welt“, hat einen überaus lesenswerten Artikel zum Migrationspakt geschrieben. Titel: „Der Migrationspakt – eine Einladung an alle?“. Anzuberaumende Lesezeit: satte 27 Minuten. Fast minutiös skizziert Aust den Verlauf der Dinge seit jenem unseligen 5. September 2015, an dem Angela Merkel die deutschen Grenzen offen ließ. Kürzer geht es bei Jouwatch
(…) „Die Pläne zur Umvolkung existieren schon sehr viel länger. Bereits im Jahre 2000 beschäftigten sich die Vereinten Nationen mit der Frage, wie wohl der Minderung der Erwerbstätigenzahlen in den vergleichsweise reichen Industrienationen am effektivsten zu begegnen sei.
Das lief unter dem Titel „Bestanderhaltungsmigration“ (Replacement Migration). Gefragt wurde damals: „Bestanderhaltungsmigration: Eine Lösung für abnehmende und alternde Bevölkerungen?“ 
Auf das Naheliegendste kam natürlich niemand: Die Frauen der westlichen Industrienationen dazu zu ermutigen, sich nach Jahrzehnten feministischer Gehirnwäsche endlich zu überlegen, wozu es die Zweigeschlechtlichkeit des Menschen gibt – und welche Rolle dabei den Frauen zufällt.“ (…)
„Mein Reden seit Jahrzehnten: Der deutsche Gleichheitsfeminismus ist (im Gegensatz zum Differenzfeminismus) die Urmutter aller gegenwärtigen Übel. Seine prominenteste Vertreterin heißt Alice Schwarzer. Und die kinderlose Kanzlerin heißt Angela Merkel. Beide sind dem Vernehmen nach ein Herz und eine Seele gewesen, bis Alice Schwarzer über die importierte „Frauenverachtung“ zu jammern begann.“

Die „Bestandserhaltungsmigration“ wurde bereits im Jahr 200o am Beispiel verschiedener Länder durchgespielt.

Aust: „Für Deutschland berechnete man ein Szenario, welche Zuwanderung den Bevölkerungsrückgang ausgleichen könnte: Von 1995 bis 2050 sollte es eine Nettoimmigration von 25,2 Millionen Menschen sein, wobei die Gesamtzahl der in Deutschland Lebenden auf immerhin 92 Millionen hochgerechnet wurde.

Die Sache mit dem Migrations- und Flüchtlingspakt gärt also schon seit bald zwei Jahrzehnten.“ (…) „Wohlgemerkt: Am 5. September 2015 ging es um 2.000 Flüchtlinge, die bis zum nächsten Tag zu 7.000 geworden waren. Ende 2016 waren es eine Million. Merkel 2017: 2015 darf sich nicht wiederholen. 2018: Unterzeichnung des Migrationspakts mit der Absicht, jedwede Migration unbegrenzt zu legalisieren. Die Kanzlerin ist die unglaubwürdigste Person unter der Sonne – und völlig gescheitert.“ (…)

„Ein Vertrag, der zu zukünftigem Handeln verpflichtet, welches der gegenwärtigen Rechtslage widerspricht, dürfte ein sittenwidriger Vertrag sein. Die Kanzlerin wurde auch nicht von den Vereinten Nationen gewählt, sondern vom deutschen Volk. Die von verschiedenen Altparteilern gerne vorgebrachte Beschwichtigung, sowohl der Migrations- als auch der Flüchtlingspakt seien unverbindlich, ist mindestens eine halbe Lüge. Rechtlich unverbindlich ist er nur zum Zeitpunkt seiner Unterzeichnung. Verbindlich geregelt ist in dem Pakt, daß er auf politischem Wege rechtsverbindlich gemacht werden soll.

Daß dieser Sachverhalt von der Regierung nicht unmißverständlich eingeräumt wird, läßt nur den Schluß zu, daß die Wahrheit verschwiegen werden soll, um Tatsachen zu schaffen, von denen man ganz genau weiß, daß sie der Souverän niemals billigen würde, wenn er von ihnen wüsste.“ (…)

https://www.journalistenwatch.com/2018/11/26/ziemlich-die-wahrheit/

und

https://www.freiewelt.net/nachricht/fuer-schaeuble-ist-der-migrationspakt-ein-wichtiger-erfolg-10076361/

 

 

 

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