Medienspiegel

Deutsche blicken mit „behaglicher Unbefangenheit“ auf die Welt

Das Verständnis für eigene Interessen sei in Deutschland schwach ausgeprägt, klagt Völkerrechtler Matthias Herdegen. Als exportorientierte Wirtschaftsmacht sollte Deutschland sich eine Sicherheitsdoktrin zulegen.

https://www.wiwo.de/politik/ausland/voelkerrechtler-kritisiert-deutsche-blicken-mit-behaglicher-unbefangenheit-auf-die-welt/23783002-all.html

Kommentar GB:

Nach meiner Einschätzung ist dies ein sehr wichtiges Interview, in dem die Defizite und Schwächen im politischen Denken und in unseren Mentalitäten benannt werden.

Es ist nahezu pathologisch, wenn nicht erkannt wird, daß das jeweilige Interesse politische Handlungen steuert, und wenn dieses Unvermögen dann noch mit moralisierendem Gerede garniert wird. Die Massenimmigration liegt entgegen der Behauptung von Angela Merkel eben nicht im Interesse Deutschlands und der anderen europäischen Völker. Man braucht wirklich nicht besonders helle zu sein, um das zu erkennen, denn es ist offensichtlich, wenn man einen nüchternen Blick auf die gesellschaftlichen Realitäten hat. Deshalb gibt es viele entsprechend einsichtige Menschen, die den Illusionen und Täuschungen  der Migrations – Fata Morgana nicht erlegen sind. Es kommt darauf an, die Desillusionierung und Ent-Täuschung voranzutreiben.