Medienspiegel

Saudi-Arabien – erst Business, dann Moral

28.10.2018

Terrorismus, Korruption, Frauenfeindlichkeit, öffentliche Enthauptungen, Amputationen, Steinigungen, Auspeitschungen; dazu Geständnisse, die durch Folter erpresst werden und Beschuldigte, die dann einzig darauf basierend zum Tode verurteilt werden. An welchen Staat denken Sie jetzt? Kleiner Tipp: es gibt dieses Schreckensreich allen Ernstes noch heute – und nein: Der IS ist es nicht!

Marc Friedrich

https://www.theeuropean.de/marc-friedrich-und-matthias-weik/14938-wenn-der-koran-konsequent-durchgesetzt-wird

Kommentar GB:

Was man in diesem Zusammenhang mit sehen muß, das ist die geopolitische Lage, und eine solche Analyse führt fast immer zu Resultaten, die moralphilosophisch gesehen nicht akzeptabel sind. Und das ist nicht der Ausnahme, sondern der Regelfall der Geopolitik, weil die Welt ist wie sie ist. Man denke hier nur an den Iran, den innerislamischen Gegenspieler Saudi-Arabiens. Saudi-Arabien ist nur die eine Herzkammer des islamischen Reiches der Finsternis, die andere ist der Iran. Da der Islam nichts Gutes ist, sind mit ihm beide Regime zu verwerfen, aber eine solche Feststellung ist etwas anderes als ein realistisches politisches Handeln, das mit den Gegebenheiten umzugehen gezwungen ist: man nennt das Realpolitik.