Medienspiegel

Wie uns „Haltung“ aufgezwungen wird

„Der Fall Relotius zeigt, welche Elemente zu einem Brei vermengt werden, der ausdrücken soll, dass man die richtige „Haltung“ einnimmt. Nach erfundenen syrischen Kindern und der letzten „Weißen Rose“ Traute Lafrenz zugeschriebenen Aussagen hätte noch eine Reportage von der Krim gefehlt, um das Bild zu vervollständigen. Doch Relotius wurde vorher enttarnt von seinem Kollegen Juan Moreno, der damit seinen Job riskierte und von seinem Freund Mirco Taliercio, einem Fotografen, bei der Recherche unterstützt wurde. Es überrascht nicht, dass nun bekannt wird, wie Relotius seine Rührstücke dazu nutzte, Spenden zu sammeln, die auf seinem privaten Konto landeten. Der Spiegel konnte vorher noch auf „familiäre Betroffenheit“ machen, muss aber jetzt die Staatsanwaltschaft einschalten. Auch unter den Menschen, die mit privaten „Refugees Welcome“-Initiativen von sich reden machten, gibt es schwarze Schafe, die vor allem an sich selbst dachten. Und zwar über jenes Maß hinaus, in dem es alle taten, weil man mit der richtigen „Haltung“ nun einmal toll dasteht. Da sind dann alle böse Rechte, die in alterlinker Tradition empört sind über die Not Obdachloser oder von Hartz IV-Empfängern.“ (…)

https://alexandrabader.wordpress.com/2018/12/23/wie-uns-haltung-aufgezwungen-wird/

Kommentar GB:

Kann es sein, daß die Presse-Beschimpfungen des amerikanischen Präsidenten, also seine Vorwürfe, die Presse liefere fake news, sich nun als mindestens teilweise berechtigt herausstellen? Siehe:

https://philosophia-perennis.com/2018/12/22/relotius-ist-nur-eine-spitze-des-rotgruenen-journalisten-eisbergs/