Medienspiegel

Zur kontinuierlichen Gewaltagenda des Islam

Hartmut Krauss

Zu Recht gilt die fabrikmäßige Vernichtung der Juden als beispielloses verabscheuungswürdiges Verbrechen des 12 Jahre währenden NS-Regimes. Betrachten wir aber die Gewaltpraxis im Namen des Islams, dann finden wir auch hier zahlreiche historisch- und aktualempirische Fakten, die ein enormes legitimationsideologisch vermitteltes Aggressionspotenzial offenbaren.

So waren die frühmuslimischen und späteren Eroberungen durchweg mit Massakern, Verheerung und Vernichtung verbunden. Auf der arabischen Halbinsel wurde eine Politik der religiösen Säuberung betrieben und Arabien mit Ausnahme des Jemens „juden- und christenrein“ gemacht – eine Maßnahme, die später auch von den Almohaden und Almoraviden in Spanien nach dem Ende des Kalifats 1031 erneut angewandt wurde. Pogrome gab es 889 in Elvira und 891 in Sevilla gegen Christen, im marokkanischen Fez 1033 mit über 6.000 Toten, 1066 in Granada mit 1.500 getöteten Familien(2), 1135 in Cordoba und 1235 in Marrakesch gegen Juden. „Die (antijüdischen, H. K.) Pogrome im christlichen Herrschaftsgebiet“, so Flaig (2006, S. 37), „sind kein Ruhmesblatt der europäischen Kultur; aber ihre Ausmaße bleiben zurück hinter jenen der islamischen Welt. Wir brauchen dringend eine vergleichende Geschichte religiöser Unterjochung.“

Neben der Aneignung von sachlicher Kriegs- und Eroberungsbeute sowie der Eintreibung von Tributzahlungen basierte der vormoderne islamische Imperialismus materiell auch auf dem Handel und der Ausbeutung von Sklaven(3). Dabei diente natürlich zum einen die Versklavung von größeren Teilen der unterworfenen nichtmuslimischen Bevölkerung in den Eroberungsgebieten als Hauptquelle. Zum anderen wurden aber immer wieder in Zeiten akuten Sklavenmangels auch islamisierte Völker unter dem Vorwand versklavt, bei ihnen handle es sich gar nicht um echte Muslime. Diese Praxis betraf vor allem Schwarzafrikaner. Wie der amerikanische Historiker Robert Davis anhand von Quellenstudien ermittelt hat, wurden zwischen 1530 und 1780 bis zu 1,25 Millionen weiße christliche Gefangene auf den Sklavenmärkten Nordafrikas zum Kauf angeboten.

Egon Flaig hat in seiner „Weltgeschichte der Sklaverei“ (2009) festgestellt, dass infolge der Eroberungsdschihads des islamischen Imperialismus mehr Sklavenmengen erbeutet wurden als zur Zeit der römischen Expansion. Als zum Beispiel „die Muslime Spanien unterwarfen, versklavten sie 150.000 Menschen“ (S. 84). Der enorme Zustrom von Sklaven kam aus folgenden Hauptlieferzonen: „1. der Südrand Europas und das byzantinische Anatolien, 2. der mehrere tausend Kilometer lange Gürtel entlang der Graslandsteppe vom slawischen Mittelosteuropa über Russland bis hinein nach Zentralasien, 3. Indien, 4. Schwarzafrika“ (S. 87). Als Versklaver schlechthin eigneten sich die nomadischen Steppenreiter. Von daher war die Konversion der Türken und Tataren zum Islam von Bedeutung, denn nun konnten deren traditionelle Razzien dschihadisiert, d. h. gezielt gegen nichtmuslimische „Opferzonen“ gerichtet werden. Allein die Krimtataren versklavten von 1468 bis 1694 etwa 1,75 Millionen Ukrainer, Polen und Russen.

Die infolge der Eroberungen durchgeführte Islamisierung zahlreicher Völkerschaften führte auch zur Verbindung von mongolischem Kulturerbe und islamischer Herrschaftskultur, wie sie der berüchtigte und blutrünstige Despot Timur der Lahme, auch Tamerlan genannt, repräsentierte. Er brachte Tausende Hindus um und errichtete aus ihren abgeschlagenen Köpfen eine Siegessäule. Ebenso führte er eine systematische Vernichtung von Christen in Mesopotamien durch, der Zehntausende zum Opfer fielen. Seine grausame Herrschaftspraxis „stellt eine bisher historisch noch nie vorgekommene Synthese von mongolischer Barbarei und muslimischem Fanatismus dar, und er symbolisiert“, so der Historiker Grousset, „jene fortgeschrittene Art primitiven Abschlachtens: den im Dienste einer abstrakten Ideologie durchgeführten Mord als Pflicht und heilige Sendung“ (Grousset zit. n. Warraq 2004, S. 324).

In neuerer Zeit ist an den ersten modernen Völkermord, begangen an den christlichen Armeniern in der Türkei zu erinnern. Dabei sollen bei Massakern und Todesmärschen nach unterschiedlichen Schätzungen zwischen 300.000 bis 1,5 Millionen Menschen umgekommen sein.

Die religiöse Spaltung Indiens, die 1946/47 zur Abtrennung des muslimischen Pakistans führte, war durch extreme Gewaltexzesse zwischen Muslimen und Hindus gekennzeichnet, wobei die „Moslemische Liga“ ein Rundschreiben mit u. a. folgenden Direktiven herausgab:

3. Alle Einwohner Indiens sind zum Islam zu bekehren.
6a. Alle Fabriken und Geschäfte, die Hindus gehören, sollen abgebrannt, zerstört und geplündert werden.
6b. Alle nationalistischen Moslems, die sich nicht der Liga  anschließen wollen, sind durch die Geheimpolizei umzubringen.
6c. Sämtliche Hindutempel sollen zerstört werden.“ (Gopal 2006, S. 432)

In Indonesien wurden 1965 ca. eine halbe Million Sympathisanten und Mitglieder der Kommunistischen Partei Indonesiens sowie chinesischstämmige Bürger unter dem Kommando von Präsident Suharto umgebracht. „‘Die Armee ermutigte die nationalistische moslemische Jugend, alte Rechnungen zu begleichen. Banden jugendlicher Moslems massakrierten chinesische Bauern auf grausigste Art und Weise‘“, schreibt Ibn Warraq und zitiert einen Augenzeugenbericht des ‚Guardian Weekly‘ vom 23.9.1990: ‚Sie schnitten den Frauen die Brüste ab und warfen so viele Leichen ins Meer, daß die Leute sich fürchteten, Fisch zu essen. Mein Bruder musste immer noch im Geschäft arbeiten. Morgens kamen junge Moslems hereinstolziert und protzten mit ihren Halsketten aus menschlichen Ohren.‘ Bei der Invasion Osttimors 1975 schlachtete die moslemische indonesische Armee ca. 200 000 Christen, Buddhisten und Anhänger von Stammesreligionen ab, und weitere 100 000 folgten im Laufe der nächsten 25 Jahre.“ (Gopal 2006, S. 435).

Spätestens seit dem 11. September 2001 erleben wir einen globalen militant-terroristischen Gewaltausbruch von zahlenmäßig starken dschihadistischen Vorhutabteilungen der islamischen Herrschaftskultur. Diese setzen sich zusammen aus Gruppen von Al Kaida im Maghreb über Boko Haram (Nigeria), Al Shabaab (Somalia), den dschihadistischen Milizen in Libyen, den Islamisten auf dem Sinai, der Hamas bis zu den afghanischen und pakistanischen Taliban sowie den islamistischen Kräften in den ehemaligen Südrepubliken der Sowjetunion, in Indien, Indonesien, auf den Philippinen (Abu Sayyaf) und in China (uigurische Separatisten; Islamische Bewegung Ost-Turkestan) Aktuell im Brennpunkt steht der „Islamische Staat“ (IS) mit bis vor Kurzem großflächiger Revierherrschaft im Irak und in Syrien, dem in recht großer Zahl Rekruten aus dem Reservoir desintegrierter und fehlsozialisierter Muslime sowie hyperradikale Konvertiten aus den westlichen Einwanderungsländern zulaufen. Nach Angaben seitens der spanischen Polizei soll die Zahl dieser Dschihad-Touristen aus EU-Ländern viel größer sein als bisher vermutet und bei 30.000 bis 100.000 Islamisten liegen.

Was auf den ersten Blick wie die Phänomenologie eines irrational-psychopathischen Blutrausches aussieht, lässt auf den zweiten Blick ein klar gegliedertes und normiertes Vorgehen erkennen, das sich konsequent aus den Quellen des Islam sowie der vorab skizierten historischen Vorlage der islamischen Eroberungen ableitet. D. h.: Die barbarischen und abscheulichen Taten des IS haben sehr wohl mit dem Islam zu tun. Ja, sie sind eine logische Konsequenz und strikte Umsetzung des im Islam von Grund auf angelegten Anweisungssystems. (Hervorhebung GB)

Die Besonderheit des IS besteht darin, dass seine „Kämpfer“ im Unterschied zu den Nazis mit ihren Untaten regelrecht prahlen und diese über moderne Medien reklametechnisch zur Schau stellen, während sie gleichzeitig einen extrem rückständigen Sittenterror gemäß ihrer salafistischen Leitideologie umsetzen. Dabei agieren der IS und die anderen islamistischen Gruppen durchaus konsequent, indem sie den grundlegenden Wesenszug des Islam ausleben, nämlich eine frühmittelalterliche Herrschafts- und Sozialordnung festzulegen, religiös zu verabsolutieren und mit einem universellen Geltungsanspruch zu versehen. (Hervorhebung GB)

Neben diesem Ensemble militanter radikalislamischer Vorhutgruppen als einer zentralen Größe des Gegenwartsislam ist auf die beiden islamischen Kernregime mit ihren umfassend menschenrechtswidrigen Konstitutionsmerkmalen hinzuweisen, nämlich 1. auf die monarchistisch-wahabitische Diktatur des sunnitischen Islam in Gestalt Saudi-Arabiens und 2. auf die Islamische Republik Iran als gottesstaatliche Diktatur des schiitischen Islam. Trotz aller machtpolitischen Gegensätze zwischen diesen drei Akteuren sind doch die grundlegenden legitimationsideologischen Übereinstimmungen unverkennbar. (Hervorhebung GB)

(…)

Angesichts der aktuellen Gewaltagenda im Namen des Islam reicht es längst nicht mehr aus gemäß der bekannten Maxime zu handeln: „Wehret den Anfängen“. Vielmehr befinden wir uns jetzt in einem fortgeschrittenen Stadium, wo es höchste Zeit wird, die Notbremse zu ziehen und in Europa und Deutschland eine konsequente Strategie der Deislamisierung einzuleiten. (Hervorhebung GB)

Leicht veränderter Auszug aus:

http://www.gam-online.de/text-krauss,ahadi.html

Siehe hierzu den aktuellen Fall:

Mord in Marokko