Medienspiegel

Der Flüchtling als Fetisch der Linken

Veröffentlicht
Marcus Ermler / 28.01.2019

„Es gibt kaum ein Thema, das die politische Linke in Deutschland über alle ideologischen Grenzen wie historischen Zerwürfnisse hinweg so eint wie der Kult um die offenen Grenzen. Von Linkspartei über Grüne bis hin zur SPD ist man sich einig: Öffnet die Grenzen und heißt Flüchtlinge willkommen. Flüchtling meint im linken Diskurs jedoch bereits jeden Migranten. Weshalb ein „Immigrants Welcome“ wohlweislich näher die linke Lesart von Migration und Flucht umschreiben würde.

Hierbei geht es jedoch entgegen der freiheitlichen Deutung, die beispielsweise die US-amerikanische Libertarian Party pflegt und die ich im Artikel „Offene Grenzen müssen nicht schlecht sein. Aber.“ diskutiert habe, nicht um ein Mehr an Freiheit und Wohlstand für alle. Nicht um eine breitgefächerte Liberalisierung der Gesellschaft in individueller Freiheit, Selbstbestimmung und Eigenverantwortung. Was nicht nur die Migranten beträfe, sondern mehr noch die autochthone Bevölkerung einschlösse und zum eigentlichen Nutznießer solch einer Politik der offenen Grenzen machte.

Vielmehr geht es um das bekannte linke Narrativ, dass sich das Proletariat, das heute vollumfänglich im Migranten identifiziert wird, nur mittels einer sozialistischen Utopie der offenen Grenzen aus der von der Bourgeoisie verschuldeten Unmündigkeit befreien kann. Dabei handelt der migrantische Proletarierer jedoch nie selbst, sondern stets seine No-Border-Avantgarde. Die politische Linke sieht Migranten in dieser Erzählung folglich nicht als menschliche Individuen, die eigenverantwortlich wie selbstbestimmt ihr Leben gestalten, sondern als willenlose Untote, die beliebig verschoben und eingesetzt werden können. Sie sind das Objekt einer linken Erzählung einer neuen Welt, ihrer Subjektivität und Individualität beraubt.“ (…)

https://www.achgut.com/artikel/der_fluechtling_als_fetisch_der_linken

Kommentar Dr. Gudrun Eussner zu:

Der Flüchtling als Fetisch der Linken – DIE ACHSE DES GUTEN. ACHGUT.COM
Dabei handelt der migrantische Proletarier jedoch nie selbst, sondern stets seine No-Border-Avantgarde. Die politische Linke sieht Migranten in dieser Erzählung folglich nicht als menschliche Individuen, die eigenverantwortlich wie selbstbestimmt ihr Leben gestalten, sondern als willenlose Untote, die beliebig verschoben und eingesetzt werden können.
Wie seinerzeit die K-Gruppen um 6 oder 7 Uhr vor den Werktoren, durch die die Arbeiter, BILD unterm Arm zur Arbeit kamen.
Diese kollektive Abstraktion aller Migranten zu reflexionsunfähigen, identitätslosen wie stets hilfsbedürftigen Menschen zweiter Klasse, denen einzig die politische Linke zu Gleichberechtigung und Freiheit verhelfen kann, ist eine Entmenschlichung sondergleichen.
Davon handeln mehrere meiner Artikel. Den Muslimen und jetzt den Migranten insgesamt, wird ihr Menschsein abgesprochen, sie werden ihrer Würde beraubt.
„Wir schaffen das“ also als Kontrapunkt zur nazistischen „Endlösung der Judenfrage“
Genial! Diese Parallele habe ich nicht gesehen, sie ist aber da: Endlösung!
So wirkt der geflüchtete Fetisch auch als Ablass. In erster Linie als Ablass für die Kollektivschuld der Verbrechen des Nationalsozialismus. Aber ebenso als Ablass für das von links eurozentrierte Unrecht in Kolonialismus und Imperialismus.
Mit der Kollektivschuld hat das m.E. nichts zu tun, sondern mit “Unrecht in Kolonialismus und Imperialismus”.
Sie orientieren sich nicht an der Realität, sondern an einer selbsterfundenen Scheinordnung.
Jean-Jacques Rousseau
Peter Möller meint in seinem philolex, Jean-Jacques Rousseau sei eine Art frühgrüner Fundamentalist, und tatsächlich findet man bei ihm grundsätzlich alles, was heute Vorständler wie Claudia Roth und Cem Özdemir, die versammelten Bündnis 90/Die Grünen und andere Linke umtreibt: Ablehnung und Verdrängung der von den fünf Sinnen und vom Verstand gesammelten Erfahrungen, der Realitäten der Welt, des wissenschaftlich-technischen Fortschritts, stattdessen Schaffung eines Weltbildes, dessen Krönung die naive, besser pseudonaive Vorstellung von den guten Menschen ist, den „edlen Wilden“, gegenwärtig neben Indianern vom Amazonas vor allem verkörpert durch die Muslime, denen man die Freiheit der Entscheidung und damit ihre Menschenwürde abspricht, die man gängelt, beherrscht und zum Dank dafür ihre Stimmen bei den Wahlen einstreicht: Stimmvieh.
Selbstverständlich handeln weder der Philosoph des 18. Jahrhunderts noch die heutigen Linken ihren eigenen Vorgaben entsprechend, sondern die gleiche Willkür, mit der sie ihr Weltbild basteln, Erfahrung und Verstand verwerfen, bestimmt ihr eigenes Leben und Handeln.
Peter Schweizer hat Beispiele der heutigen linken Heuchelei in seinem Buch
vorgestellt.
Der Migrant ist in seiner Fetischisierung ein Penisersatz einer im Kern sich selbst als entmännlicht beziehungsweise kastriert und so feminisiert wahrnehmenden Post-1968er-Gesellschaft. (Hervorhebung GB)

Akif Pirinçci: Die große Verschwulung. Rezension. 17. November 2015

Die Fehlbarkeit der eigenen „Phantasiebefriedigung“ wird negiert.
Der Islam ist eine einzige “Phantasiebefriedigung”, daher verstehen die Linke die Muslime so gut. Umgekehrt nicht. Die Linken haben Sehnsucht, die Muslime aber sind schon angekommen.
Die politische Linke entreißt dem Flüchtling jede menschliche Individualität und missbraucht ihn kultisch für ihre gesellschaftsumwälzende Utopie der einen Welt. In dieser humanistisch verbrämten Phantasiebefriedigung erfüllt der Flüchtling als entmenschlichtes Objekt nur eine Funktion: Er ist der Fetisch der Linken.
siehe oben!
Danke für den Artikel!  –