Die Rückkehr des Behemoth

 – mithin des Kampfes aller gegen alle

Von Alexander Meschnig, So. 06. Jan 2019

Das mythologische Ungeheuer des Leviathan steht bei Thomas Hobbes für den absolutistischen Staat. Doch gibt es in Hobbes‘ Werk noch ein zweites, weniger bekanntes Monster: den Behemoth. Dieser steht für den Kampf aller gegen alle, für die permanente Präsenz von Gewalt, für die absolute Freiheit, mithin das Recht des Stärkeren, mit dem Schwächeren tun zu können, was immer ihm beliebt, für die absolute Ordnungslosigkeit also. Dass Freiheit Grenzen und Ordnung braucht, wenn sie nicht in Anarchie und Chaos umschlagen soll, haben allzu viele vergessen, wie Alexander Meschnig dezidiert aufzeigt. Denn die Entwaffnung des Leviathan führt zur Aufrüstung des Behemoth, der bereits darangeht, die Herrschaft zu übernehmen. Was aber, wenn der eigene Leviathan sich mit dem fremden Behemoth gegen das Eigene verbündet?

Die Rückkehr des Behemoth, mithin des Kampfes aller gegen alle

Kommentar GB:

Es handelt sich um einen sehr wichtigen Text, der unbedingt gelesen und diskutiert werden sollte.

Ich füge hier ein Zitat an:

P.S. von Jürgen Fritz

Womöglich ist es sogar noch schlimmer, als hier von Alexander Meschnig wunderbar herausgearbeitet, und der westliche Leviathan ist nicht nur zu schwach, um sich dem eindringenden Behemoth zu widersetzen, ihn zu verjagen oder zu besiegen, sondern er hat sich mit diesem sogar gegen das Eigene verbündet und bekämpft die Kräfte in unserer Gesellschaft, die versuchen, sich dem fremden Behemoth entgegenzusetzen, unabhängig davon, ob es sich um hauseigene Behemoth- oder Leviathan-Kräfte handelt. Ja, er diffamiert die eigenen Leviathan-Anhänger als Behemothianer und verortet das Ungeheuer an sich primär im Eigenen, nicht aber im Fremden.

 

 

 

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