»Gelbwesten« in Frankreich – Fortschritt oder Rückschritt?

10. Januar 2019 | Armin Duttine

Viele in Deutschland blicken mit stiller oder offener Bewunderung auf Frankreich. »Die wehren sich wenigstens« ist oft der Tenor. So auch aktuell anlässlich der Blockaden und wöchentlichen Demonstrationen der so genannten Gelbwesten. Was aber steckt hinter dieser Bewegung?

https://www.blickpunkt-wiso.de/post/gelbwesten-in-frankreich-fortschritt-oder-rueckschritt–2278.html

Kommentar GB:

Abgesehen vom Sprachgenderwahn (Asylbewerber*innen), wie er in der Gewerkschaft Verdi wohl obligatorisch sein dürfte, ist der Artikel sehr lesenswert, und ich zitiere hier einen Auszug:

(…) „In der Migrationsfrage haben die Gelbwesten eine eher restriktive Haltung. Aufgenommen werden sollen lediglich anerkannte Asylbewerber*innen, abgelehnte Asylbewerber*innen sollen in ihre Heimatländer zurückgesendet werden. Andere Flüchtlingskategorien werden bezüglich der Aufnahme nicht berücksichtigt. Zwar wird gefordert, dass die Asylbewerber*innen gut behandelt werden sollen, eine Integration in die französische Gesellschaft – wie auch die Integration in die Arbeitswelt – wird jedoch nicht erwähnt. Auch sollen Asylzentren insbesondere außerhalb Frankreichs entstehen, um dort über die Asylbegehren zu entscheiden. Nicht selten werden von Vertreter*innen und Aktivist*innen der Gelbwesten klar ausländerfeindliche Positionen bezogen. So befürchtet der Gelbwesten-Mitinitiator Eric Drouet eine rassische Vermischung und die Bildung einer Welt-Superregierung durch den UN-Migrationspakt.

Die Gelbwesten vertreten eine grundsätzliche Kritik am politischen Repräsentationssystem. Dieses Thema gewinnt zunehmend an Bedeutung. Gefordert wird nach Schweizer Vorbild die Ausweitung von Möglichkeiten für Volksinitiativen (»Référendum d’initiative citoyenne«, RIC) und Volksabstimmungen ab 700.000 Unterstützer*innen, darüber hinaus sollen die Gehälter der politischen Repräsentant*innen auf den Medianverdienst begrenzt werden, was eine deutliche Kürzung der Bezüge auf rund 1.800 Euro netto bedeuten würde. Ob die Repräsentant*innen hierdurch weniger bestechlich wären und die Interessen der Bevölkerung stärker vertreten würden, bleibt allerdings eine offene Frage.“ (…)

Was, Herr Duttine, ist eigentlich „Rassismus“? Wissen Sie das?

 

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