Geschichtskenntnisse der „Generation Schule schwänzen für Klimaschutz“

Hartmut Krauss

Zum Wissenstand der „gehörschreibenden“ Generation „Schule schwänzen für Klimaschutz“, angeführt von einem zur Ikone hochstilisierten Mädchen aus dem niedergehenden Schweden mit Aspergersyndrom (https://medizindoc.de/asperger-syndrom/), folgende Studienergebnisse schon zu einem früheren Zeitpunkt:

(…) „So  ließ eine groß angelegte, 2012 publizierte Studie mit dem Titel „Später Sieg der Diktaturen? Zeitgeschichtliche Kenntnisse und Urteile von Jugendlichen“[25] gravierende Wissenslücken erkennen. Quantitativ betrachtet konnten die befragten Jugendlichen nur gut ein Drittel der Wissensfragen richtig beantworten. Dabei zeigte sich, „dass Jugendliche mit in der Bundesrepublik geborenen Eltern mehr wissen als ihre Altersgenossen mit in der DDR geborenen Eltern“ (Freie Universität Berlin 2012, S. 3).

Den geringsten Kenntnisstand wiesen Migrantenkinder auf, d. h. Schüler mit mindestens einem ausländischen Elternteil. Qualitativ wurde zum Beispiel deutlich, dass knapp 40% der Jugendlichen (Schüler aus Migrantenfamilien: knapp 50%) nicht zwischen den charakteristischen Merkmalen und Dimensionen von demokratischen und diktatorischen Systemen differenzieren können. Generell verdeutlichte die Studie: Je höher der Anteil von Migrantenkindern, desto schlechter das Abschneiden der (vor allem in der alten Bundesrepublik gelegenen) Schulstandorte. Knapp 10% der befragten Schüler ohne Migrationshintergrund hatte ein positives Bild vom Nationalsozialismus, ca. 25% ein neutrales Bild dieser Diktatur. Aufgrund ihrer überwiegend autoritär-konservativen Sozialisation nicht überraschend, „beurteilen Migrantenkinder, insbesondere die mit türkischen/kurdischen Eltern, den Nationalsozialismus deutlich besser als ihre Altersgenossen (12,7% bzw. 15,6% positive Urteile). Eltern aus dem Nahen Osten votieren sogar mit 17,8% positiv über den Nationalsozialismus“ (ebenda, S. 4). Die Behauptung einer Gleichwertigkeit demokratischer und diktatorischer Systeme lehnen nur gut 40% der Kinder türkischer/kurdischer Eltern ab, „aber fast 63% der Jugendlichen mit Eltern aus Mittel- und Osteuropa“ (ebenda, S. 5).

Negativ beachtlich ist auch der folgende Befund der Studie: Zwar bevorzugen die Schüler die Eigenschaften eines liberalen Staates, sind aber kaum dazu fähig, gegensätzliche politische Systemmerkmale zu identifizieren. „Damit zeigt sich in diesem Untersuchungsteil, dass die Schüler nicht einmal in der Lage sind, die von ihnen persönlich für wichtig gehaltenen Werte oder deren Gefährdungen in der Realität zu erkennen“ (ebenda, S. 8).“

Aus: http://www.hintergrund-verlag.de/texte-kapitalismus-krauss-bildungsverfall-als-ausdruck-soziokultureller-krisenentwicklung.html

 

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