Rechtsmedizinisches Gutachten im Falle Magnitz liegt vor

Von Jürgen Fritz, Do. 17. Jan 2019

Viel war spekuliert worden, ob nicht doch ein Schlaggegenstand im Spiel gewesen sei, als der AfD-Bundestagsabgeordnete Frank Magnitz vor zehn Tagen von hinten brutal angegriffen und erheblich verletzt wurde, so dass er ins Krankenhaus eingeliefert werden musste. Die Stellen, wo sich die Wunden befanden, sprachen eher für eine Sturzverletzung, die Beschaffenheit der Wunde an der Stirn dagegen eher für einen Schlag mit einem kantigen Gegenstand. Somit stellte sich die Frage: Sturz- oder Schlagverletzung? Nun liegt ein rechtsmedizinisches Gutachten vor, welches hierzu Stellung bezieht.

Rechtsmedizinisches Gutachten im Falle Magnitz liegt vor

Kommentar GB:

Der Autor stellt hier seine Hypothese des Tathergangs dar, und vielleicht trifft seine Sichtweise und Meinung zu. Mich hat er allerdings nicht überzeugt, und ich bleibe daher bei meiner Hypothese, daß eine Schlagkette verwendet worden sein könnte (!); s.u.

Wie dem auch sei: einem Ermittler würde ich raten, in der mutmaßlich verantwortlichen Szene nach einem gut trainierten Linkshänder suchen:

„Ich vermute, daß die Wunde an der Stirn und (!) am Auge eben deswegen nicht von einem geraden Schlaggegenstand entstanden sein kann, sondern eher wohl von einer kurzen Schlagkette, vielleicht 20 – 30 cm lang, mit deren Hieb schräg von oben – hier eines Linkshänders, unmittelbar nach dem Anspringen und Stoßen des Opfers von hinten -, beide Verletzungen zustande gekommen sein können. Eine solche kurze Kette dürfte der Täter auch leicht in der linken Hand und ganz unauffällig transportiert haben. Ich vermute, die hat er sofort danach seinem Komplicen übergegeben, damit der sie verschwinden läßt. Denn die verfügbaren Bilder deuten auf eine solche blitzschnelle Übergabe vor Ort unmittelbar nach der Tat hin. Und die dunklen Wallanlagen mit ihrem Gewässer sind dort nicht weit; die Weser ebenso wenig.“

Wie dem letztlich auch sein mag: über zwei Hypothesen entscheiden letztlich die Tatsachen, wenn und soweit sie denn festgestellt werden können; siehe hierzu:

Klammheimliche Freude?

 

 

 

 

 

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