Weimar am Horizont

11. Januar 2019, von Dushan Wegner; Bild von Andras Kovacs
Gewalt gegen Opposition wird zum neuen deutschen Alltag. Propaganda macht Opfer zu Tätern, und der Staatsfunk scherzt zum Anschlag auf Abgeordneten (angeblich weil Detail falsch berichtet wurde). Was haben wir eigentlich aus der Weimarer Republik gelernt?

https://dushanwegner.com/weimar-am-horizont/

Kommentar GB:

Der Weser-Krurier schreibt zu dem Fall folgendes:

https://www.weser-kurier.de/bremen/bremen-stadt_artikel,-gutachten-verletzungen-durch-sturz-zu-erklaeren-_arid,1799129.html

Hierzu:

1) Ich halte an meiner Wahrnehmung und Deutung des Vorganges fest:

Der Täter, ein Linkshänder (!), hat M. von hinten angesprungen, mit dem rechten Arm gestoßen und mit dem linken Arm einen schweren Hieb über den Schädel versetzt, beides, während er noch im Sprung war. M. stürzte daraufhin nach vorn. Unmittelbar danach erfolgte (wahrscheinlich!) die Übergabe des Schlaggegenstandes an den zweiten Mann, der ihn vermutlich hat verschwinden lassen, vielleicht im Gewässer des nahen Wallgrabens. Es gibt (unscharfe) Bilder dieser mutmaßlichen Übergabe.

Aus der Form der Wunden am Kopf und zugleich am Auge ergibt sich m. E. die Schlußfolgerung, daß es kein starrer, sondern ein elastischer Gegenstand gewesen sein dürfte, möglicherweise eine Schlagkette, die den Schädel von links oben mit voller Wucht getroffen hat, und dann – wie eine Peitsche – über das rechte Auge von M. schlug.

Eine solche kurze Schlagkette (20 – 30 cm Länge) könnte der Täter gut in der linken Hand verborgen gehalten haben, so daß für Beobachter der Eindruck entstehen konnte, es habe gar keinen Schlaggegenstand gegeben. Die Wunde spricht allerdings dagegen. M. ist nach vorn fallend auf den flachen Boden aufgeschlagen, und damit ist diese Form seiner Wunde nicht erklärbar.

2) Staatsanwälte sind bekanntlich politisch nicht unabhängig.

 

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