Wissenschaftsintellektuelle

Warum nicht das Schlimmste verhindern?

  • Von Caspar Hirschi
  • Aktualisiert am 09.01.2019

Mit steilen Thesen in die Zukunft oder mit kühlem Blick auf Reformkurs:

Der Wissenschaftsintellektuelle ist wieder als Deuter der Gegenwart gefragt.

Doch in der Politik stößt kluger Rat auf taube Ohren.

https://www.faz.net/aktuell/feuilleton/hoch-schule/wissenschaftsintellektuelle-warum-nicht-das-schlimmste-verhindern-15966300.html?printPagedArticle=true#pageIndex_0

Kommentar GB:

Lesenswert, aber auch diskussionsbedürftig …

Beispielsweise wird Michel Foucault – m. E. falsch – als „Linker“ dargestellt …

„Doch in der Politik stößt kluger Rat auf taube Ohren.“

Ja, aber das Problem hierbei ist weniger die stets bezweifelbare Qualität des intellekuellen Rates, für den wie immer das Sprichwort „Irren ist menschlich“ gilt, als vielmehr die Taubheit der politischen Funktionsträger. Es ginge ja nicht darum, Ratschläge einfach zu übernehmen, sondern darum, sie gründlich und sorgfältig zu bedenken, um nach Diskussion und Abwägung zu reflektierten Urteilen und Entscheidungen zu gelangen. An diesen fehlt es, weil die Funktionsträger (a) zu ihnen mutmaßlich vielfach wohl gar nicht mehr in der Lage sind, oder weil sie sich (b) aufgrund dominierender Partialinteressen ausschließlich an diesen orientieren, weswegen sie sich ignorant verhalten.

 

 

 

 

 

 

 

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