Klimawandel-Hysterie und die Bewahrung der Schöpfung

05 Februar 2019

Evolutionsbiologe Prof. Ulrich Kutschera legt im kath.net-Interview seine Forschungen zur Klimawandel-Frage dar, mit Verweis auf die von Papst Franziskus thematisierte Bewahrung der Schöpfung – „Das wichtigste Treibhausgas? Wasserdampf!“

http://www.kath.net/news/66822

und ergänzend:

https://www.freiewelt.net/blog/klimawandel-hysterie-und-globale-photosynthese-10076978/

Kommentar GB:

Ich zitiere eine ausgewählte Passage. Kutschera sagt dort:

„Der Klimawandel ist eine Tatsache, wie die Evolution der Organismen, die ATP-Abhängigkeit aller Lebensprozesse oder die Kugelform der Erde – wir müssen diesen Vorgang akzeptieren. Die Frage, ob die seit ca. 1905 bis 2017 gemessene geringe globale Temperaturerhöhung von + 0,8 °C, die in groben Zügen mit dem Anstieg der CO2-Konzentration von ca. 280 auf etwa 410 ppm (d. h. CO2-Moleküle pro eine Millionen Luftteilchen) korreliert ist, steht hierbei im Mittelpunkt. Die Mehrzahl jener Forscher, die z. B. zur Erderwärmung und/oder der Photosynthese der Pflanzen Originalbeiträge geliefert haben (s. z. B. meine diesbezüglichen Publikationen, Ref. 4 und 5) interpretiert diese Daten im Sinne eines wahrscheinlichen Kausalzusammenhangs – auch ich zähle mich in diese Gruppe. Allerdings sei darauf hingewiesen, dass eine Korrelation keine Kausalität beweist. So hat z. B. in Deutschland in den letzten Jahrzehnten die durchschnittliche Lebenserwartung zugenommen, aber gleichzeitig kam es zu einem Anstieg der Auto-Zulassungszahlen. Diese Korrelation (höheres Lebensalter/mehr PKW) beweist aber nicht, dass Auto-Abgase unser Leben verlängern. Es handelt sich vielmehr um eine zufällige Übereinstimmung, ohne Ursache-Wirkungs-Zusammenhang. Es gibt seriöse Fachwissenschaftler, die in analoger Weise aus dem Anstieg des CO2 (sowie der Erdtemperatur) keine ursächliche Verknüpfung ableiten. Die Interpretationen dieser Fachkollegen müssen ernst genommen werden, da sie, wie ihre wissenschaftlichen Kontrahenten, ebenso hoch qualifiziert sind (s. deren betreffende ResearchGate-Einträge, exemplarisch z. B. zu meiner Person).“

Es geht mir im Folgenden nicht um Antworten, sondern darum, zunächst die Fragen zu stellen, um die es m. E. gehen muß. Die Aussage von Kutschera hier einmal hypothetisch vorausgesetzt, stellt sich mir die Frage nach der anteiligen Größe des anthropogenen Beitrags zur gesamten globalen klimatischen Erwärmung, denn wenn dieser Anteil relativ klein wäre, z.B. 10%, dann wären andere Schlüsse zu ziehen als wenn sie relativ groß wären, z.B. 90%.

Die aktuelle öffentliche Debatte scheint mir nun vorauszusetzen, daß der anthropogene Einfluß als allein bestimmend oder jedenfalls ganz überwiegend behauptet wird, daß also der zuletzt genannte Fall zutrifft. Ob dazu gesicherte Aussagen möglich sind, das vermag ich derzeit nicht zu beurteilen.

Aber jedenfalls gilt: nur im zuletzt genannten Fall macht es logisch Sinn, über eine Klimapolitik zu diskutieren, die die anthropogenen Einflüsse auf die klimatische Erwärmung reduzieren soll, denn im zuerst genannten Fall wäre zu erwarten, daß die natürlichen Prozesse des Wandels sich so oder so durchsetzen werden. Ob die Menschheit allerdings tatsächlich über eine geeignete Stellgröße verfügt, das ist noch eine andere Frage; in der öffentlichen Diskussion wird das aber unterstellt, bekanntlich mit Blick auf die globalen CO2-Emissionen. Kutschera macht hierzu in seinem Interview einen bedenkenswerten Vorschlag. –

Hierzu siehe:

https://www.spektrum.de/pdf/spektrum-kompakt-klimawandel-globale-erwaermung/1609408?utm_medium=newsletter&utm_source=sdw-nl&utm_campaign=sdw-nl-daily&utm_content=neuerscheinungen

 

 

 

 

 

 

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