Merkels Energiewende – cui bono?

S. M. H. schreibt:

„Was ich Ihnen schon länger schicken wollte: Susanne Klatten, BMW-Erbin, die als reichste Frau Deutschlands gilt, hat mit ihrem Mann Jan Klatten wohl kräftig an Merkels Energiewende verdient resp. verdient noch. Der Windkraftanlagenhersteller Nordex wird ab 2010 als eine Quelle ihres Vermögens in der von Forbes veröffentlichten Liste genannt.
==> Ist das schon mal irgendwo in den Medien thematisiert worden? Das fiel mir jetzt wieder ein, weil Harald Schumann davon berichtet hat, dass er 2004 den Spiegel verlassen habe, weil er einen positiven Artikel über Windkraft nicht veröffentlichen durfte und Kollegen stattdessen einen negativen Artikel veröffentlichten. Deswegen habe er zum Tagespiegel gewechselt (s. Interview unten)
Aus Wikipeda:
Im Jahr 2003 geriet Nordex in eine Krise. Neben einer allgemeinen wirtschaftlichen Abkühlung mit einem Rückgang der Nachfrage nach Windkraftanlagen und einem daraus resultierenden stark rückläufigen Auftragseingang bereitete Nordex v. a. das große Produktportfolio mit einer Vielzahl verschiedener Anlagentypen Probleme, wodurch dem Unternehmen hohe Verluste entstanden. Bis 2005 folgte eine Restrukturierung, bei der die Produktvielfalt reduziert und die Produktion im Stammwerk in Give geschlossen wurde; außerdem wurden in Deutschland 150 Arbeitsplätze abgebaut. Zudem wurden die Nordex-Tochtergesellschaften Südwind Energy GmbH und Nordex Energy GmbH fusioniert. Im Jahr 2005 kam es zu einer Kapitalherabsetzung im Verhältnis 10:1 gefolgt von einer umfassenden Refinanzierung der Gesellschaft. In diesem Zusammenhang stiegen auch die Aktionäre CMP Management, Goldman Sachs (indirekt über einen Fonds[13]) und Momentum (Klatten) ein.
Goldman Sachs verkauft Nordex-Anteil an Hedgefonds
Milliardärin Klatten verringert Nordex-Aktienpaket
M&A: Nordex wird Global Player, Klatten-Familie steigt aus
Nordex-Großaktionär kauft Aktien zu und treibt Kurs an
DüsseldorfNordex-Großaktionär Jan Klatten hat sein Aktienpaket des unter Druck geratenen Windturbinenbauers aufgestockt und damit auch andere Anleger angelockt. Er habe über sein Investmentvehikel Momentum Capital Aktien bei einem Durchschnittpreis von 7,12 Euro für insgesamt rund 502.000 Euro erworben, teilte Nordex am Mittwoch mit.
Susanne Klatten gehört zu den regelmäßigen Großspendern der CDU:
CDU erhält Riesenspende von BMW-Großaktionären/2013
Berlin – Es klingelt in den Kassen der CDU: Die BMW-Anteilseigner Johanna Quandt und ihre Kinder Stefan Quandt und Susanne Klatten haben der Partei am 9. Oktober je 230.000 Euro gespendet. Die Bundestagsverwaltung veröffentlichte die Spende knapp eine Woche später auf ihrer Website. Die CDU bestätigt die Zahlungen.
Die Familie Quandt gehört traditionell zu den Großspendern der CDU. Zuletzt unterstützte der Clan die Partei nach der Bundestagswahl 2009 mit einer ähnlich hohen Spende. Damals gaben Johanna Quandt, Stefan Quandt und Susanne Klatten je 150.000 Euro.
Mehr als 700.000 Euro: CDU bekommt die größten Spenden/2018
Zu den großzügigen Spendern der Union gehören der Auflistung zufolge die beiden BMW-Großaktionäre Susanne Klatten und Stefan Quandt, die der CDU jeweils 125.000 Euro überwiesen. Weitere 100.000 Euro kamen demnach von dem Berliner Immobilienunternehmer Klaus Groth.
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Journalist Harald Schumann ueber die interne Pressefreiheit  ===> aus einem Interview zu seiner Rede
Im Frühjahr 2004 verließ Schumann den Spiegel aus Protest gegen den autoritären Führungsstil von Stefan Aust (Chefredakteur 1994 bis 2008). Dabei ging es um eine bereits abgelieferte Titelgeschichte über die Steuerung der Energiepolitik durch die Stromkonzerne und die Bedeutung der Windenergie, die er zusammen mit Gerd Rosenkranz verfasst hatte. Spiegel-Chefredakteur Stefan Aust lehnte die Geschichte damals nicht nur ab, sondern ließ von Kollegen Schumanns eine neue Geschichte mit einem negativen Tenor schreiben. Aust wird vorgeworfen, dies aufgrund persönlicher Vorbehalte gegen die Windenergie getan zu haben, da diese seine Pferdezucht bedrohte.[1] Schumann wechselte daraufhin zum Tagesspiegel.[2]
Das scheint mir der von Harald Schumann erwähnte Artikel zu sein, den er als „Anti-Windkraft-Titelgeschichte, die so haarsträubend, falsch und manipuliert, mit gefälschten Fotos und gefälschten Zitaten war“ beschreibt. Vielleicht will jemand überprüfen, ob das tatsächlich zutrifft, und wer da manipuliert und fälscht:

Die große Luftnummer (PDF-Ansicht mit Bildern)
Quer durch die Republik wächst der Widerstand gegen die Verspargelung der Landschaft durch immer mehr Windräder. Ökonomisch macht ein weiterer Ausbau wenig Sinn: Er würde Milliarden an Fördergeldern verschlingen, der Nutzen für die Umwelt wäre gering.

Gerd Rosenkranz 

Von 1999 bis 2004 war er festangestellter Redakteur im Hauptstadtbüro des Spiegel. Der Arbeitsvertrag wurde im beiderseitigen Einvernehmen gelöst, nachdem es Auseinandersetzungen über die Stellung des Blattes zu den Erneuerbaren Energien gegeben hatte.[4] Unter anderem hatte Stefan Aust eine Titelgeschichte von Rosenkranz und Harald Schumann über Windenergie gekippt.[5][6]

Von Oktober 2004 bis Dezember 2013 war Rosenkranz Leiter Politik und Presse der Deutschen Umwelthilfe e. V. in Berlin.[7] Bis zu seinem Ruhestand war er Leiter Grundsatzfragen bei Agora Energiewende[8].

Agora Energiewende
Die Agora Energiewende gGmbH ist eine Denkfabrik, die es sich zur Aufgabe gemacht hat, nach mehrheitsfähigen Kompromiss-Lösungen beim Umbau des Stromsektors innerhalb der Energiewende zu suchen. Der Name Agora nimmt Bezug auf den gleichnamigen griechischen Versammlungsplatz. Im Gegensatz zu diesem Vorbild tagt das Hauptgremium der Agora Energiewende, der „Rat der Agora“, hinter verschlossenen Türen. Die Agora Energiewende hat sich innerhalb weniger Jahre einen Namen als einer der wichtigsten Akteure auf dem Gebiet der Energiepolitik gemacht.[1][2][3]

Der Gründungsdirektor Rainer Baake ist 2014 als Staatssekretär ins Wirtschaftsministerium gewechselt.[4][5] Der jetzige Direktor Patrick Graichen hat zuvor die Energiepolitik im Umweltministerium verantwortet.[6][7]

Inzwischen gibt es auch die Agora Verkehrswende, die an Konzepten zur Verkehrswende arbeitet.[8]

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Hinter der Organisation stehen die Stiftung Mercator und die European Climate Foundation (ECF). Rechtlich ist sie ein Geschäftsbereich der gemeinnützigen Smart Energy for Europe Plattform (SEFEP) GmbH. Deren Gesellschafter sind die Stiftung Mercator mit Sitz in Essen sowie die European Climate Foundation mit Sitz in Den Haag.[12]
European Climate Foundation (ECF)/ Förderer
Deutsche Umwelthilfe
Woher kommen die Mittel?
Zu den Institutionen, die mit ihren Zuwendungen jeweils mehr als 1 Prozent zum Haushalt der DUH beigetragen haben, zählen die Bundesregierung und nachgelagerte Behörden wie das Bundesamt für Naturschutz, die Europäische Union, die Deutsche Bundesstiftung Umwelt, die Climate Works Foundation, die European Climate Foundation, die Krombacher Brauerei, die Telekom Deutschland GmbH und die Rapunzel Naturkost GmbH (Hand in Hand-Fonds). Wir danken ihnen und allen anderen Zuwendungsgebern sehr herzlich für die großzügige Unterstützung unserer Arbeit
Deutschen Bundesstiftung Umwelt (DBU)

Der Generalsekretär: Alexander Bonde (Bündnis 90/Die Grünen https://de.wikipedia.org/wiki/Alexander_Bonde)

 
 
Climate Works Foundation
ClimateWorks is governed by a board of directors that includes leaders of some of the world’s most reputable philanthropic, academic, and business institutions active in efforts to tackle climate change.
 
u.a. John Podesta is the founder and a board member of the Washington, D.C.-based think tank Center for American Progress.  
(Im Dezember 2013 wurde John Podesta erneut als Berater in das Weiße Haus berufen.[1][2] Dort arbeitete er bis April 2015, als er die Leitung des Präsidentschafts-Wahlkampfes für Hillary Clinton übernahm. https://de.wikipedia.org/wiki/John_Podesta)
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