Medienspiegel

Wenn Verschwörungstheorien wahr werden – Heute: Soros zahlt(e) wirklich fast alles

Andreas Peter

„Der in Ungarn geborene US-Milliardär George Soros wird mit vielen Verschwörungstheorien in Verbindung gebracht. Nun hat der US-Journalist James Kirchick in der neuen „Cicero“-Ausgabe bestätigt, dass viele davon wahr sind. Soros war in viele politische Revolten der letzten Jahre involviert. (…)

https://de.sputniknews.com/meinungen/20190224324085742-usa-george-soros/?utm_source=de_newsletter_links&utm_medium=email

Kommentar GB:

auch hier spielen Kategorien wieder eine große Rolle, in diesem Fall die der „offenen Gesellschaft“ der George Soros, siehe hierzu ganz unten:

(..) „Jeder Journalist, der sich mit den diversen Aktivitäten von George Soros beschäftigt, wird bei der Recherche schnell feststellen, dass ein nicht unwesentlicher Teil der Vorwürfe gegen Soros genau diese Finanzierung von Organisationen und Bewegungen betrifft, die er und seine Unterstützer und Sympathisanten als Engagement für eine „offene Gesellschaft“ deklarieren. Man wird auch feststellen, dass der Terminus „offene Gesellschaft“ zwar immer beschrieben wird als Entlehnung aus dem Gedankenschatz des Philosophen Karl Popper, dass im Kern aber eigentlich eine kapitalistische Gesellschaft nach westlichen Vorstellungen der Ära nach dem Ende des Zweiten Weltkriegs gemeint ist.

Popper hat sein Ideal von einer offenen Gesellschaft nie explizit an den Kapitalismus gebunden, sondern war ganz im Gegenteil zeitlebens einer der entschiedensten Gegner eines radikalen Marktliberalismus. Popper wurde vorgeworfen, dass er komplett naiv gewesen sei, was die Durchsetzungsfähigkeit der Interessen von Konzernen und Menschen mit großen Vermögen angehe, konkrete politische Entscheidungen zu generieren und/oder zu beeinflussen. In der Definition von Soros ist eine offene Gesellschaft im Kern aber eine Gleichsetzung von Kapitalismus mit Begriffen wie Demokratie und Freiheit.“ (…)

Kritisch hierzu:

Reinhard Hascha an Hartmut Krauss

Freitag, 22. Februar 2019

Betreff: Die strukturelle Amoralität des Kapitals als „vitaler“ Faktor der Systemreproduktion

Ich habe mal wieder geschmöckert in Deinem Glasnost-Archiv und mich „festgelesen“.

Immer wieder erstaunlich, wie Du schon 1996 mit Deiner glasklaren Analyse der Kapitalreproduktion eine solche politische Weitsicht dokumentiert hast, dass diese in der Gegenwart an Aktualität sich stets aufs Neue bestätigt. Deshalb habe ich aus meiner Sicht hier kurze Auszüge:

http://www.glasnost.de/autoren/krauss/amoral.html

„Strukturelle Amoralität des Kapital“ bedeutet nicht, daß das Kapital per se zu totalitären, inhumanen, dezivilisierenden etc. Handlungsweisen und Organisationsformen neigt und diese auf „mechanische“ Weise generiert, sondern daß es diese Tendenzen unter dem Primat von konkurrenzvermittelter Profitmaximierung grundsätzlich nicht ausschließt.

Das bedeutet: Es gibt – im Gegensatz zu schönfärberisch-apologetischen Behauptungen – keine wesensmäßig-normative Koppelung zwischen bürgerlich-kapitalistischer Wirtschaftsweise und Demokratie, Menschenrechten, „moderner“ Freiheit, „Zivilisiertheit“ und rechtsstaatlicher Praxis.

Bürgerlich-kapitalistische Ökonomie und Herrschaftsreproduktion ist strukturell und strategisch sehr wohl kompatibel mit Totalitarismus/Faschismus, Mißachtung von Menschenrechten, krimineller (rechtnihilistischer) Praxis etc.

Grundregulator bzw. oberste Handlungsmaxime der bürgerlich-kapitalistischen (Re-)Produktionsform ist nicht die Einhaltung von abstrakten Rechtsnormen und moralischen Setzungen, sondern die Maximierung vom Profit.

Es regeneriert sich vermittels Krisen, Kriegen, Katastrophen und Verwüstungen; d.h. es benötigt die Destruktion zur Wiedererlangung/Aufrechterhaltung seiner dynamischen Selbstreproduktion.

Insofern ist es fähig zur Erzeugung und verwertungsfunktionalen Nutzung vielgestaltig-pluraler Formen der Inhumanität als Vorstufen, Zwischenstadien und Übergänge zur Barbarei.

Hierzu aktuell: Hartmut Krauss

Das Perfide besteht heute darin, dass diese strukturelle Amoralität als konstanter (phasenübergreifender) Grundzug des Kapitals sich hinter einer scheinmoralischen Legitimationsphraseologie verschanzt.

Quelle:

Der Islam ist nichts Gutes

Begriffsbestimmungen