Medienspiegel

Anmerkungen zum GAM-Newsletter vom 14. 01. 2019

Veröffentlicht

GAM-Newsletter 14.01.2019 – (siehe unten)

Öffentliche Massengebete von Muslimen habe die nichtmuslimische Bevölkerungsmehrheit zu ertragen

von Hartmut Krauss

Es gibt drei weltanschaulich-politische Grundformationen, von denen aus von entgegengesetzten Akteuren Strategien und Tätigkeitsziele entworfen wurden/werden:

  1. Die herrschaftskritisch-emanzipatorische Vernunft im Kontext und im Anschluss an den Diskurs der Radikalaufklärung (Französische Revolution, Oktoberrevolution/hier bedeutsam und grundstrukturell lehrreich: Der Sieg über die innere  und äußere Konterrevolution: Wer wen?) Allerdings ist diese Formation heute kaum noch präsent. D.h. Es fehlt ein entsprechendes Kollektivsubjekt, so dass ihr reichhaltiges wissenschaftlich-theoretisches Ideenerbe brach liegt.
  2. Der vormodern-religiöse Irrationalismus (Religionsfetisch) als Widerspiegelung und Legitimationsgrundlage antagonistischer (autoritär-hierarchisch-ständischer) Gesellschaftsverhältnisse
  3. Der kapitalistisch-profitlogische Nihilismus (Kapitalfetisch) und seine ideologischen Ausdünstungen (Wirtschaftsliberalismus, Marktradikalismus, als „Demokratie“ verbrämte parlamentarische Plutokratie, biologistische/sozialdarwinistische Rechtfertigung der Klassenherrschaft bis hin zum offenen faschistischen Totalitarismus etc.) (Hierzu die Zitate unten)

1 steht 2 und 3 im Endeffekt unversöhnlich gegenüber und intendiert deren Überwindung/Vernichtung (Übergang von der Vorgeschichte zur eigentlich menschlichen Geschichte)

2 und 3 können sich strategisch verflechten und durchdringen wie aktuell die postmoderne Synthese zwischen spätkapitalistischer Herrschaftskultur mit nichtwestlichen (hier  primär: islamischen) Herrschaftskulturen zeigt. Ideologische Ausdrucksformen  sind Kulturrelativismus, Multikulturalismus und Diversitätsfetischismus (Ideologie multinationaler Konzerne als  Gesellschaftsparadigma).

Zusätzlich zu 1, 2 und drei gibt es weltanschaulich-politische Bastarde wie zum Beispiel den Stalinismus (heute Nordkorea), Venezuela als marode Form des diktatorischen Sozialpopulismus (Caudillismus), den „Rechtspopulismus“  als bürgerlich-rechtkonservative Bewegung gegen die globalistische Kapitalfraktion etc.

http://www.glasnost.de/autoren/krauss/regfun.html

Siehe auch Teil 1 von „Faschismus und Fundamentalismus“:

            Dialektik der ‚Moderne‘ und die Entstehung totalitärer Bewegungen.

  1. Die ‚Moderne‘ zwischen ideologischer Selbstbespiegelung und kapitalistischer Selbstnegation

sowie von R. H. :

Man könnte auch sagen: Eine bestimmte Profitrate in Aussicht und das Kapital kennt keine Hemmungen, ignoriert geflissentlich extreme Menschenrechtsverletzungen  und gewährt – als Teil des Great Deals – sogar „Religionsfreiheit für den Islam“.

Wie stringent und „lebensnotwendig“die Profit-/Verwertungslogik des Kapitals für die Durchsetzung der neoliberalen Strategie auf nationaler und internationaler Ebene ist, ist inzwischen hinreichend bewiesen. Bereits Karl Marx hat in seinem Kapital auf die (inhärente) Verwertungsdynamik des Kapitals aufmerksam gemacht:

„Mit entsprechendem Profit wird Kapital kühn. 10 Prozent sicher, und man kann es überall anwenden; 20 Prozent, es wird lebhaft; 50 Prozent, positiv waghalsig; für 100 Prozent stampft es alle menschlichen Gesetze unter seinen Fuß; 300 Prozent und es existiert kein Verbrechen, das es nicht riskiert, selbst auf die Gefahr des Galgens.“

Karl Marx, „Das Kapital“, Band 1 (MEW Bd.23, S.788, Fußnote 250)

und Hartmut Krauss:

Eine wesentliche Grundlage der westlich-kapitalistischen Islamverharmlosung und „Orientromantik“, wie sie sich  im Bereich von Politik und Ideologie (Medien) manifestiert und auch als propagandistische (willkommenskulturelle)  Gleitcreme des massenhaften muslimischen Migrationsimports funktioniert (mit zahlreichen manipulativen Rührstories über „Geflüchtete“), ist hierin zu sehen:

„Die Ausfuhr von Kriegswaffen nach Saudi-Arabien hat im vergangenen Jahr erheblich zugenommen. Allein von Januar bis Oktober 2018 haben deutsche Firmen Kriegswaffen im Wert von 160 Millionen Euro exportiert. Damit lag der Wert der Ausfuhren bereits in den ersten zehn Monaten um 50 Millionen Euro höher als im Gesamtjahr 2017. Die Exporte in die Türkei legten sogar um mehr als das Dreifache zu.“

https://www.zdf.de/nachrichten/heute/waffenexporte-mehr-deutsche-waffen-fuer-saudis-und-tuerken-100.html

Die USA und Saudi-Arabien hatten ihrerseits während eines  Besuchs von US-Präsident Donald Trump im Mai 2017 ein Waffengeschäft in Höhe von fast 110 Milliarden Dollar (knapp 100 Milliarden Euro) vereinbart. Es sei der größte einzelne Rüstungsdeal in der US-Geschichte, teilte Regierungssprecher Sean Spicer dazu mit. Über einen Zeitraum von zehn Jahren soll Saudi-Arabien sogar Waffen im Wert von etwa 350 Milliarden Dollar aus den USA kaufen.

Man könnte auch sagen: Eine bestimmte Profitrate in Aussicht und das Kapital kennt keine Hemmungen, ignoriert geflissentlich extreme Menschenrechtsverletzungen  und gewährt – als Teil des Great Deals – sogar „Religionsfreiheit für den Islam“.

https://www.sueddeutsche.de/politik/ruestungsgeschaeft-usa-und-saudi-arabien-schliessen-gigantischen-waffendeal-1.3514974

sowie von R. I.:

In einem Staat, der eine grundgesetzwidrige Ideologie duldet, ist das natürlich logisch. Das Verbot ist nur durchzusetzen, wenn man die Verfassungswidrigkeit des Islam endlich anerkennt, dann fällt er nämlich nicht unter die Glaubensfreiheit. Dann müßte man aber auch die Aussagen der so beliebtem edlen Wilden ad absurdum führen, was nicht gewollt ist. Die Unsrigen verehren die nach wie vor.

+++

G A M e.V.

 gam-kontakt@t-online.de

 GAM-Newsletter 14.01.2019

Sehr geehrte Damen und Herren,

liebe Kolleginnen und Kollegen,

nach Ansicht der Landesregierung NRW als Teil der herrschenden politischen Klasse in Deutschland soll uns das folgende proislamische Willkürdiktat aufgezwungen werden: Öffentliche Massengebete von Muslimen habe die nichtmuslimische Bevölkerungsmehrheit zu ertragen. Diese seien von der Freiheit der Religionsausübung gedeckt.

„Das gemeinsame Beten größerer Gruppen in der Öffentlichkeit ist unter die Betätigung im Rahmen der Religionsausübungsfreiheit des Artikel 4 Absatz 2 Grundgesetz zu fassen. Regelmäßig kommt diesem keine Versammlungsqualität zu.“

Genau dieses politisch-juristische Staatsdogma, dem Islam als grund- und menschenrechtswidriger Weltanschauung den Deckungsschutz von Artikel 4 Absatz 2 GG überzustülpen und damit die Ausbreitung islamischer Herrschaftskultur (einschließlich der unsäglichen Förderung des migrationspolitischen Massenimports von Muslimen) weitgehend unantastbar zu machen, ist die Burg, die im Kampf gegen Islamisierung grundsätzlich zu schleifen ist.

Siehe hierzu:

Hartmut Krauss

Der staatliche Deckungsschutz für den Islam muss überwunden werden

http://www.hintergrund-verlag.de/texte-islam-hartmut-krauss-der-staatliche-deckungsschutz-fuer-den-islam-muss-ueberwunden-werden.html

In einem empfehlenswerten Beitrag zur Migrationsdebatte weist Rudolf Brandner – in Übereinstimmung mit unserer Position: http://www.gam-online.de/text-globkap.html – darauf hin, dass Flüchtlingsmigration aus vormodern-rückständigen Ländern im Grunde Revolutionsverschiebung und -verschleppung bedeutet:

Migration: ein Dampfventil anti-moderner Staaten zur Zementierung ihrer Rückständigkeit

https://juergenfritz.com/2019/01/11/migration-dampfventil/

„Die politische Analyse revolutionärer Gesellschaftsprozesse, zu denen auch die «Migration» zählt, verdankt der marxistischen Geschichtstheorie einige ernstzunehmende Einsichten, die man sich bei dieser Gelegenheit in Erinnerung rufen mag. Revolutionstheoretisch ist jede durch ökonomische, soziale und politische Missstände, Ausbeutung und Unterdrückung verursachte Fluchtbewegung Anzeichen für einen prä-revolutionären Zustand der Gesellschaft, der sich vor sich selbst in Sicherheit zu bringen sucht.

Emigration ist die Bewegung, durch die revolutionäre Potentiale und Energien veräußert und abgeführt werden, damit das Bestehende erhalten werden kann also Revolutionsverschiebung und –verschleppung. Sie verhindert die revolutionäre Umwandlung der Gesellschaft und wirkt damit als den geschichtlichen Fortschritt blockierende Zementierung überholter Verhältnisse. Dies ist im Kern genau das, was der jüngere marokkanische König bei seinem Amtsantritt in den neunziger Jahren öffentlich bekannt gab: Es sei im Grunde doch eine gute Sache, dass so viele junge Marokkaner hinüber nach Spanien machten, da ihr Leben hier so perspektivlos sei; außerdem würden sie ja mit ihrer Arbeit dort ihre Familien hier finanziell unterstützen, das käme dem ganzen Land zugute.“

Vor Kurzem erschien auf Telepolis ein Interview von Reinhard Jellen mit Hartmut Krauss zu dessen Buch

Die Marxsche Theorie und ihre Bedeutung für eine herrschaftskritische Gesellschafts- und Subjektwissenschaft,

welches ich für heute abschließend empfehle:

„Aufdecken und kognitives Verarbeiten von realen Widersprüchen“

https://www.heise.de/tp/features/Aufdecken-und-kognitives-Verarbeiten-von-realen-Widerspruechen-4252407.html?seite=all

„Der monotheistische Gottesglaube ist die Grundform des Ideologischen“

https://www.heise.de/tp/features/Der-monotheistische-Gottesglaube-ist-die-Grundform-des-Ideologischen-4252433.html

Mit freundlichen Grüßen

Karin Vogelpohl

Vorstand GAM e.V.

Gesellschaft für wissenschaftliche

Aufklärung und

Menschenrechte e.V.
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