Assange oder die Schäbigkeit der Justiz

  • ein Fall von justizieller Falschbeschuldigung

Helmut Scheben / 27. Mai 2019 –

„Der Sex war anfangs einvernehmlich. Schweden hätte den Fall längst erledigen können. Jetzt droht lebenslänglicher Knast in die USA.

«Vergewaltigungsvorwürfe: Schweden nimmt Ermittlungen gegen Julian Assange wieder auf», titelte die «Neue Zürcher Zeitung» am 13. Mai. Den gleichen Wortlaut verwendeten der Zürcher «Tagesanzeiger» und die «SRF-Tagesschau»: «Die schwedische Justiz hat heute entschieden, die Ermittlungen wegen Vergewaltigung gegen den ‹Wikileaks›-Gründer wieder aufzunehmen.»

Seit Beginn der Affäre im Jahr 2010 haben sich führende Medien aller Couleur den Begriff «Vergewaltigung» zu eigen gemacht, um ein Delikt zu benennen, dessen Assange von zwei schwedischen Frauen beschuldigt worden sei. Auch die schwedische Staatsanwaltschaft benutzte in ihren offiziellen Dokumenten in der englischen Fassung den Begriff «rape».“ (…)

https://www.infosperber.ch/Artikel/FreiheitRecht/USA-Assange-Es-ging-um-ungeschutzten-Verkehr