Medienspiegel

Das Scheitern der Linkspartei

Noch im Februar hatte Linken-Chef Bernd Riexinger ein „zweistelliges Ergebnis“ als Zielvorgabe für die Europawahlen ausgegeben. Doch aus den anvisierten Zugewinnen wurde nichts. Im Gegenteil – die Linkspartei musste bei den gestrigen Wahlen sogar eine herbe Schlappe einstecken und erzielte mit nur 5,4% ihr historisch schlechtestes Ergebnis.

Diese Niederlage war vorhersehbar und geht voll auf das Konto des Führungsduos Kipping und Riexinger, die erstmals den gesamten Wahlkampf alleine bestimmten und mit ihrer Strategie, sich neben den Grünen im linksliberalen Lager zu positionieren, gnadenlos Baden gingen. Wer wählt schon die Kopie, wenn er auch das Original wählen kann? Nun bleibt abzuwarten, wie die Partei auf das Scheitern ihrer Führung reagiert. Von Jens Berger.

https://www.nachdenkseiten.de/?p=52107

Kommentar GB:

Leseempfehlung!

Aus der Schlußpassage:

„Im September droht derweil bereits das nächste „Wahlingrad“ für Kipping und Riexinger.

Dann wird nämlich im Brandenburg und Sachsen gewählt – genau den beiden Bundesländern, die bei den Europawahlen mehrheitlich die AfD wählten. Kipping und Riexinger haben nun gezeigt, dass sie keine bundesweiten Wahlen gewinnen können und sogar bei ihrer anvisierten Klientel keinen Fuß auf den Boden bekommen. In beiden Ländern holte die Linke gestern nur rund 12% und lag damit rund sieben Prozentpunkt unter den Landtagswahlen 2014. Natürlich sind Landtagswahlen etwas anderes als Europawahlen, aber ohne einen deutlichen Strategiewechsel dürften auch die kommenden Landtagswahlen für die Linkspartei ein Desaster werden.“

Die LINKE und ihre Führung haben dasselbe Klugheitsproblem wie die SPD.

Königinnen der hysterischen politischen Kampagnenpolitik hingegen sind die Grüninnen samt ihrer infantilisierten Klientel. Und deshalb steht die Vernunft hierzulande mit dem Rücken zur Wand. Oder sie wandert rechtzeitig aus, aber wohin? Vielleicht nach Florenz?