Anmerkung zum DIW

Wochenbericht DIW Berlin: 24 / 2019 |
Grundlinien der Wirtschaftsentwicklung im Sommer 2019
von Karin Vogelpohl

http://www.gam-online.de/text-Auftragsstudien.html

(…) So fallen die Finanzierungsbeiträge der Ausländer ab 15 Jahren gegenüber den Deutschen deutlich zurück. „Erst mit 23 Jahren – bei Deutschen bereits mit 20 Jahren – werden die Nettosteuerzahlungen der Ausländer positiv.“ (Hier schlägt eine höhere Jugendarbeitslosigkeit der entsprechenden ausländischen Alterskohorte zu Buche). „Am Höhepunkt in der Mitte der Erwerbsphase sind die durchschnittlichen Finanzierungsbeiträge der Ausländer 30 bis 40 Prozent niedriger als die der gleichaltrigen Deutschen. Niedrigere Löhne, eine geringere Beschäftigungsquote sowie weniger Vermögen sind Gründe, warum der laufende Finanzierungsbeitrag der Ausländer zu den öffentlichen Haushalten in der zweiten Erwerbshälfte im Vergleich mit den Deutschen relativ weit zurückbleibt.“ (S. 27)
Aber auch in vorausschauender Perspektive stellt die Studie Folgendes fest: „In der ausländischen Bevölkerung haben erheblich weniger Jahrgänge eine positive Generationenbilanz als in der deutschen Bevölkerung. Ausländer, die 2012 geboren wurden, werden unter Status-quo-Bedingungen über den gesamten Lebenszyklus hinweg im Gegenwartswert durchschnittlich rund 44.100 Euro mehr an Transfers erhalten, als sie an Steuern und Beiträgen zahlen.“ Deutsche hingegen „zahlen im Lebensverlauf durchschnittlich rund 110.800 Euro mehr an Steuern und Beiträgen, als sie an individuell zurechenbaren Transfers empfangen“ (S. 30).
Aufgrund ihrer schlechteren Integration am Arbeitsmarkt (niedrigere Erwerbsquoten; niedrigere Löhne) zahlen Ausländer über den gesamten Lebenszyklus gerechnet im Durchschnitt 29,2 Prozent weniger Sozialbeiträge als Deutsche (S. 31); wobei der unausgewiesene Umstand zu berücksichtigen ist, dass fiskalisch produktivere Gruppen von Ausländern den unproduktiven Status von anderen Ausländergruppen innerhalb der homogenisierenden Gesamtschau der Studie verdecken.
Aufgrund ihrer deutlich schlechteren Arbeitsmarktintegration liegen die über den gesamten Lebenszyklus erhaltenen Sozialtransfers (Sozialhilfe, Arbeitslosengeld II, Wohngeld) bei den Ausländern um 83,4 Prozent höher als bei den Deutschen.“ (…)

Siehe auch:

https://hintergrund-verlag.de/stellungnahmen/offener-brief-an-das-institut-der-deutschen-wirtschaft-koeln/