Die „Euro-Arab-Axis“ – die EU-arabische Achse

Hans-Peter Raddatz zu:

Europa und das kommende Kalifat

von Bat Ye´or

Der Islam und die Radikalisierung der Demokratie.

Eine Betrachtung von

Michael Mansion

 

Die gesonderte Betrachtung des Vorspannes zu einem Buch mag ungewöhnlich sein,

aber H. -P. Raddatz liefert mit seinem Essay:

Systemische Hintergründe zu dem Buch:

Europa und das kommende Kalifat / Warum ein Kalifat in Europa?

eine brillante und etwas aus der Reihe tanzende Analyse, die eine besondere Beachtung verdient, zumal sie die Ausführungen der Autorin Bat Ye´or um so interessanter werden lässt, weil sie auf unselige Parallelen, ökonomische Verbindlichkeiten und unheilige Allianzen verweist.

Der Übersetzer und Kommentator H.P. Raddatz spricht in seinem Eingangsbeitrag:

Der europäische Muftizismus

vom Beginn einer Islamisierung Europas vor dem Hintergrund des interkulturellen und interreligiösen Dialoges ab 1970.

Von einer Euro-Arab-Axis ist mit Verweis auf die US-Diplomatie die Rede, wo dieser Begriff schon lange zuvor kursierte.

Ein volkspädagogisch angelegter Formprozess sei ingang gesetzt worden, der mit einschlägiger Sprachregelung eine Toleranz und Einhaltung von Religionsfreiheit für den polit-religiösen Islam einfordere.

Der Autorin Bat Ye´or sei es gelungen, diesen Vorgang als Massenbetrug der „Eliten“ zu begreifen, die mit der Massenmigration eine Unbegrenzbarkeit dieses Vorganges exekutiere, welche zugleich die bürgerlichen Grundrechte wie die Freiheit der (anderen) Meinung nicht mehr gelten lasse und als Intoleranz denunziere.

Eine gezielte Täuschungssprache von Freiheit und Demokratie befördere die Totalität eines Trends, der das Vordringen des Islam rechtfertigt und absichert.

Der undemokratische Transfer bislang nationaler Hoheitsrechte auf die nicht gewählte Brüsseler Oligarchie, die wiederum von einer UN-Politik beeinflusst wird, in welcher durch sich verstärkende arabische Lobbyarbeit für einen Feindkanon gegen Juden und Christen mobilisiert wird, hat fatale Folgen.

Israel wird zum Megakolonialisten, der die Palästinenser zum Sündenbock der Geschichte degradiert und in Europa einen Palästina-Kult hat entstehen lassen, eine euro-islamische Ersatzreligion. (Hervorhebung GB)

Währenddessen finanziert eine neo-feudale EU aus Steuermitteln den Terror der Hamas und betreibt eine nachgerade mafiöse Kollaboration mit den sog. Eliten des Islam.

Für Raddatz gibt es im interkulturellen Dialog die islamisch erweiterte Tendenz für einen neuen Totalitarismus, der unter antijüdischem Druck islamische Interessen bedient.
Die Zerstörung Israels als schon älteres Credo Yassir Arafats, findet seine Fortsetzung in der von Iran unterstützten Hamas und infiltriert offensichtlich erfolgreich die EU, vor allem aber die UNESCO, sowie zahlreiche NGO´s, die  als Krakenarme Anti-Israel-Propaganda betreiben.

Raddatz bedient ein Raster, wenn er von antibürgerlichen Kräften der Linken und der Rechten spricht oder von realnazistischer linksliberal markierter Radikalität der Euro-Eliten.
Er löst dieses Raster aber nicht auf, denn was machen wir mit einer überwiegend schweigenden und sich liberal verortenden Mehrheit? Sind diese Leute rechtsliberal, und was ist das eigentlich?

Es erschließt sich auch nicht zwingend, „wie eine sich durch die Muslimbruderschaft verstärkende Gewalttradition des Islam mit ihrer koranischen Feinschaft gegen Juden und Christen zum „natürlichen“ Partner der EU-Oligarchie wird“.

Ist es nicht eher so, dass eine große Unwissenheit und Desinformation auf breiter Ebene zu einer vollständigen Fehleinschätzung hinsichtlich des Wesens des Islam geführt haben? Wenn nämlich nicht, dann hätten wir es mit einem handfesten Putsch zu tun!
Auch ist der Begriff von einem links-rechten Eliterassismus höchst fragwürdig, bedient er doch tendenziell das Muster einer grundsätzlichen Fehldeutung des Rassismus-Begriffes als eindeutig genetisch konnotiert.

Sehr bedeutsam dagegen der Hinweis auf das islamische UNESCO-Pendant ISESCO und dessen Pläne, Jesus im Zuge eines Palästina-Kultes auch zum palästinensischen Messias, befreit vom jüdischen Einfluss werden zu lassen.

Ein esoterischer Palast-Islam à la Goethe wird zum politreligiösen Faktor mit Gestaltungskraft für eine islamozentrische Globalisierung.

In diesem Zusammenhang unterstellt Raddatz den Vorgängen eine ökonomische Logik, weil Zweifel am Islam eine wachsende Beteiligung von Großinvestoren an globalen Konzernen und eine Refinanzierung des angeschlagenen EU-Budgets gefährden könnten.

Dabei hat bereits das BVG in 2005 (Kopftuchurteil) ausgeführt, dass die Muslime in Deutschland gemäß ihren imperativen (!) Glaubensgrundsätzen leben können, was bedeutet, dass die Sharia „in geeigneter Weise“ den Rechtsstaat ersetzen kann. (Hervorhebung: GB)

Schon im länger zurückliegenden Konstrukt einer Mittelmeerunion, war an eine Vereinigung von euro-islamischen Anrainerstaaten gedacht, vielleicht als Renaissance der vor einem Jahrtausend versunkenen Cordoba-Kultur und als neues Kalifat eines realutopistischen Friedensreiches der Moderne.

Die Wirkungen von Öl und Gas treten flankierend in Aktion und haben (wie etwa am Beispiel Saudi-Arabien) offenkundig bereits massive Abhängigkeiten geschaffen. Alle Deals haben „gewisse“ Gefälligkeiten zur Folge wie etwa in Deutschland den forcierten Moscheebau. Dies selbstverständlich bei gleichzeitig abnehmender Verantwortung für Israel.

Die multikulturellen „Eliten“ – so Raddatz – sehen die Chance, Europa in einen islamisch begründeten Totalitarismus zu führen, welcher sich durch berechenbare Verlässlichkeit auszeichnet.

Wer an einer christlich-jüdischen Existenzform von freier Wissenschaft und demokratischer Politik festhält, denkt dann nicht (islamisch-) korrekt und wird zum islamophoben Abweichler in der Strafplanung der EU-OIC-Autokraten.

Dies wird in dem Maße geschehen, wie die muftistischen Euro-Eliten Demokratie und Rechtsstaat verdrängen.

„So gehört der Islam zu Europa, weil er ein Teil der Moderne eines immanenten Totalitarismus ist“.  (Hervorhebung GB)

Eine als Machtinstrument entlarvte Vernunft erscheint im Kulturdialog als Form von Selbstdressur, die zum Diktat gerät und einer kritikimmunen Islamisierung den Weg ebnet.

Ein individuell unabhängiges Denken löst sich auf und wird zur Zweckrationalität eines normativ richtigen Bewusstseins.

So ist ein zunehmend auf Arbeit, Konsum, Entertainment, Islam und Esoterik codiertes Massendenken kaum fähig, die enormen Dimensionen der EU/OIC Strukturmanipulationen zu erkennen, geschweige denn systemexterne Reaktionen hervorzubringen.

Es sei – so Raddaz – der relativistische Multikulturalismus, der mit einseitiger Zwangstoleranz die Demokratie radikalisiert.

Es entsteht eine Fließbandproduktion einheitlichen Bewusstseins.

Eine allgemeine Entgrenzung des kulturökonomisch optimierten Menschen vollzieht sich als anthropologischer Exitus, mit dem altkulturelle Basisschranken entfallen. Keine Grenze mehr zwischen Mensch und Tier, Mensch-Maschine, Männlich-Weiblich etc..

Zwischen Islam-Expansion und Gender Mainstream gibt es deshalb einen zunächst nicht transparenten Zusammenhang, der jedoch Teil eines geplanten Strukturwandels der zunehmend korrupten Euro-Eliten ist.

So ist das kommende Kalifat ein Anschauungsbeispiel für die sich verstärkenden Kräfte einer Empire-Ideologie, welche die Handlungsdogmen des Islam an das Primat einer weltweiten Deregulierung anpasst, zu der es keine Alternative geben darf.

Ein „Eurabia“ als Schauplatz radikaler Umwälzungen mit einem Rechts- und Existenzverzicht der autochtonen Bevölkerung zugunsten eines Heilsversprechens in paradiesisch multikultureller Beliebigkeit.

In schöner Allianz von Digitalisierung, Klima-Rettung, Entertainment, Esoterik und Gen-Technik, entsteht eine Soft-Power, die sich den Anschein von Demokratie und Wissenschaftlichkeit gibt.

In ihr ist der Islam ein zusätzliches Amalgam auf dem Weg zur Sub-Einheit eines EU-Imperiums.

H.P. Raddatz sieht hier die Wiederholung einer kontrolltechnischen Machttradition, wo es um „restlose Durchdringung“ mit den aktuellen Stereotypen geht, was weder mit Religion noch Moral etwas zu tun hat, um so mehr aber mit totalitärer Systematik und mit intellektueller Verarmung.

Zunehmend „eingeschränkte Experten“ markieren den Weg einer Dekadenzfolge, die objektive Diskurse erstickt und Kritiker diffamiert.

Der Autor macht eine nachgerade politische Esoterik ausfindig, „welche die Demut des machtgläubigen Volkes als Herrschaftsbonus gegen Abweichungen (und damit gegen sich selbst) missbraucht.

Wenn das denkende Subjekt zum massentauglichen Funktionsmodell schrumpft, wird es – gedreht durch die Wortmühlen endlos rekombinierter Kernbegriffe – zur anthropologischen Konstante, welche die „Eliten“ begünstigt.

Der interkulturelle Dialog – so Raddatz – sei die vorläufig ehrgeizigste Variante kommunikativ vermittelter Herrschaft. (Hervorhebung GB)

Sie folge der gleichen Sprachkonditionierung wie einer solchen, die auf Massenkonsum, Unterhaltung, Vielfalt, Konformität und Gender als scheinoptionale Rollenwahl abstellt.

Dabei schafft die Auflösung alter Bindekräfte den Raum für neuen Gehorsam für einen neuen Wahrheitsbegriff, der sich der Scheinlogik eines Ganzen bedient.

Hier entsteht ein Unterwerfungsprinzip quasireligiöser Dimension, wie wir es formal aus der Konsumpropaganda kennen, die bekanntlich nicht nur für ökonomischen Antrieb, sondern auch für ein Erlösungsversprechen steht.

Der Weg vom denkenden Subjekt zum über Körpercodes kommunizierenden Wesen, ist via Digitalisierung vorgezeichnet und wird Assoziationen mit „Neuen Werten“ schaffen und so den kollektiven Wandel begünstigen.

So ist die proislamische Täuschungspolitik eine bereits vollzogene, emotionale Besetzung des Bewusstseins großer Teile der vor allem mittelständischen Bevölkerung, die besonders anfällig ist für Formen von elitär entfremdeter Verantwortung.

Dort deckt sich die Fixierung auf einen elitär-bevorrechteten Lebensstil mit dem Gestus muslimischen Gekränktseins, bei Infragestellung ihrer kulturellen Syntax.

Zugleich kann ein westliches Kulturempfinden trotz aller Uniformiertheit einer Kränkung leicht entgehen, da (im Gegensatz zum Islam) ein breites Rollenspektrum verfügbar ist.

Zur Groteske des Geschehens gehört, wenn der Bevölkerung in einem Dialogdiktat multikulturelle Toleranz und Diversität verordnet, eine Kritik am Islam jedoch als rassistische Verletzung der Gefühle der Muslime denunziert wird. (Hervorhebung GB)

So erfolgt die Annäherung an den Islam durch eine „Denkschrumpfung“ wo Verstand durch Emotion ersetzt wird.

Macht ufert sowohl systemisch, als auch ökonomisch aus, indem sie den Markt beendet und den Konsumenten mit dem Islam ein Produkt aufzwingt, das bei freier Konkurrenz und Demokratie keine Chance hätte.

Sie blockiert mit dem Verzicht des herrschaftsfreien Diskurses das Potenzial der Ideen und einer demokratischen Diskurs-Kultur mit wachsendem Schaden für den Zusammenhalt der Gesellschaft.

Eine fetischartige Aura verwandelt den Geist des Individuums in das Plasma eines Kollektivs. Die Gefühle von Muslimen werden zur Richtschnur für eine „neue europäische Wissenskultur“.

Es entsteht ein Feindbild gegen die altkulturellen Restbestände. Digitale Beschleunigung und Denkschwund sichern den Gang der (kapitalistischen) Gesellschaftsmaschine, die in um so tieferer Dhimmi-Demut versinkt, je mehr ihre Kohärenz durch Verkürzung in Technik und Konsumzyklen aufgelöst wird.

Im Verweis auf die Autorin Bat Ye´or überlassen die „Eliten“ des postkulturellen Selbstabbaues nichts dem Zufall.

Dabei reichen die Beschwichtigungen der Dialogmaschine durch Wortschablonen der immer gleichen Akteure nicht aus, weshalb ein permanentes Karussell von „gehobenen Funktionen“ und Preisverleihungen in Gang gehalten werden muss, welches ordensähnliche Strukturen angenommen hat und außer bei einigen marginalen Protestgruppen keine Widerstände erzeugt; ein Foucaultsches Szenario der „vom falschen Bewusstsein gereinigten Serienmenschen“, die das System aufrecht erhalten.

Zugleich liefern die OIC Beobachterberichte über Islamophobie einen Einblick in den beabsichtigten und zu kontrollierenden Strukturwandel in Europa, dessen Gesinnungsmaschine zur Vorlage für die globale Gesellschaft (Global Governance) dient.

Im umgekehrten Verhältnis steht die „Nicht-oder folgenlos-Beobachtung“ islamischer Communities, deren staatsfeindliche Umtriebe ohne jede angemessene Abwehr-Konzeptplanung geblieben sind.

Das Bundeskriminalamt zeigte seine Rechtsstaatsferne, als sich schon 2005 anlässlich islamischer Todesdrohungen gegen missliebige deutsche Autoren zeigte, dass man dort untätig blieb.

Razzien gegen Islamisten bleiben Placebos und werden das Kalifat nicht aufhalten, welches in Gestalt einer dhimmitümlichen Unterwerfung unter den „Frieden des Islam“ durch die EU-OIC-Allianz daher kommt.

So wie Byzenz den Widerstand gegen den Islam als Kampf gegen Gott verbot, so sieht der Vatikan in der Islamisierung heute die Rückkehr Gottes (Kardinal Touran).

Die Autorin Bat Ye´or verweist auf eine die islamische Gewalt legitimierende muslimische Pöbelherrschaft mit ihren unabdingbaren Säulen in der kriegerischen Anstrengung (djihad), der Auswanderung (hidjra) und der Massenexistenz (fitra). (Hervorhebung GB)

Als „Epochenpionier“ schreitet schreitet die EU/OIC-Allianz mit einem Netz von Moscheen, Kulturzentren, Koranschulen, Islamlehrstühlen, Sharia-Gerichten und Islam-Konferenzen voran, was durch die wachsende Zahl der Muslime verstärkt wird und mit der Unfreiheit für nicht-muslimische Existenzformen einher geht.

Kerne dieser Propaganda sind u.a. die Diffamierung der Bibel als Fälschung und die Besetzung der Person Jesu als „islamischen Propheten“, um die jüdisch-christliche Religionsbasis zu tilgen.

Bat Ye´or liefere – so Raddaz – einen umfassenden Katalog für das Dhimmitum der Zukunft als „Gründungsakte des kommenden Kalifats“.

Die Wuchernetze der euro-islamischen Allianz durchdringen die alten Machtformen Europas und untergraben Vernunft und Gemeinwohl.

Ein Pilotexperiment historischer Täuschungsdimension, welches vorgibt, Okzident und Orient vereinen zu wollen.

Eine sehr wichtige Lektüre!

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Kommentar GB:

Siehe hierzu auch die folgende Rezension des o. g. sehr wichtigen Buches:

Bat Ye’or: Europa und das kommende Kalifat – Der Islam und die Radikalisierung der Demokratie