Medienspiegel

Die Machtkartelle sind am Ende – in Deutschland und in der EU

Veröffentlicht
In Brüssel und in Berlin regierten Parteienbündnisse, die es sich bequem eingerichtet hatten. Doch ihre Zeit ist vorüber. Die Bürger wollen Wettbewerb und politische Innovation. Sie lassen sich nicht länger mit Warnungen vor den Populisten abspeisen.
Eric Gujer 31.5.2019

https://www.nzz.ch/meinung/die-machtkartelle-sind-am-ende-in-deutschland-und-in-der-eu-ld.1485738

Kommentar GB:

Dringende Leseempfehlung!

Die SPD dürfte tatsächlich erledigt sein, was angesichts ihrer Fehlleistungen nicht mehr bedauert werden muß:

(…) „Warum erzielt Kurz Erfolge, wo andere scheitern? Weil er begriffen hat, dass die Parteien die Probleme der Menschen lösen müssen, auch wenn das manchmal anstrengend ist. Vor nicht allzu langer Zeit war die Migration entlang der Balkanroute eine echte Herausforderung für Österreich. Kurz scheute sich nicht, diese entschlossen anzugehen. Er lieferte politische Innovation, während andere Parteien ihre Komfortzone nicht verlassen mochten und die Rezepte der Vergangenheit aufwärmten. Kurz nahm die Bürger ernst, und diese dankten es ihm. (..) Die deutschen Sozialdemokraten haben sich für den gegenteiligen Weg entschieden. Sie lösen Probleme, die ausser ihnen niemand sieht, und verachten ihre Wähler.“ (…) Noch nie schnitt die SPD bei der Landtagswahl in Bremen wie der Europawahl so schlecht ab wie am letzten Wochenende. Kein Wunder, denn die Partei-Stiftung brachte kürzlich auf den Punkt, was viele Sozialdemokraten über ihre Wähler denken. Weil nicht alle Deutschen von allen Aspekten der Migration restlos begeistert sind, attestierte ihnen die Friedrich-Ebert-Stiftung eine Tendenz zur «Menschenfeindlichkeit». Wer lässt sich schon gern beschimpfen? Kein Wunder, dass die SPD bei ihren früheren Stammwählern, den Facharbeitern, nur noch den vierten Platz erreichte – hinter CDU/CSU, Grünen und AfD.

Danisch würde mit Blick auf die SPD vielleicht sagen:

Gut, kann man so machen.

Aber dann braucht man sich über die folgende politische Abwahl und Verzwergung nicht zu wundern.