Evangelischer Kirchentag 2019 in Dortmund

Evangelischer Kirchentag: Ja zu queeren Themen, nein zur AfD

Mitten im Ruhrgebiet debattieren Christen am Kirchentag in dutzenden Veranstaltungen auch über LGBTI-Rechte [Ansprüche; GB].

https://www.queer.de/detail.php?article_id=33878

https://taz.de/Geschlechterfragen-auf-dem-Kirchentag/!5604434/

http://kath.net/news/68309

Kommentar GB:

Ich hätte nie gedacht, daß die EKD derart tolerant und kommunikativ vernünftig sein könnte.

Im Unterschied zur Gender-Gaga-Kirche werden in der römisch-katholischen Kirche naturwissenschaftlich-biologische Erkenntnisse immerhin noch zur Kenntnis genommen.

Auffällig und erklärungsbedürftig ist generell, welch eine enorme Aufmerksamkeit der Gesamtheit der Nicht-Heteronormalen gewidmet wird, insbesondere, wenn man sich vergegenwärtigt, daß hier von insgesamt ca. 5% der Bevölkerung die Rede ist.

Der Anteil der Lesben und der Schwulen liegt bei ca. 2,5 % (bzw. bei 2 – 3%); weitere Fallgruppen existieren im Promillebereich, können somit quantitativ vernachlässigt werden. –

Ulrich Kutschera
Das Gender-Paradoxon
Mann und Frau als evolvierte Menschentypen
Reihe: Science and Religion. Naturwissenschaft und Glaube
Bd. 13, 2. Auflage, 2018, 446 S., 24.90 EUR, 24.90 CHF, br., ISBN 978-3-643-13297-0

Sex und Gender sind Schlüsselbegriffe der Evolutionsbiologie. Sie werden jedoch zur Verbreitung einer radikal-feministischen „Geschlechter-Theorie“ bzw. der Politikagenda des „Gender Mainstreaming“ (GM), eine „Frau-gleich-Mann-Ideologie“, sinnentstellend verwendet. Der Autor legt dar, dass GM bzw. die soziologischen „Gender Studies“ auf die Irrlehren des US-Psycho-Erziehers John Money (1921 – 2006) zurückführbar sind. Dieser Moneyismus wird den Erkenntnissen der Geschlechtergerechten Biomedizin (GB) gegenübergestellt, die auf den evolutionär herausgebildeten Unterschieden zwischen Mann und Frau basiert und zur Etablierung eines neuen Ganzkörper XY- bzw. XX-Menschenbildes geführt hat. In der Neuauflage wurden aktuellste Forschungsergebnisse aufgenommen; die Aussagen dieses Aufklärungstextes konnten durch weitere Belege untermauert werden.

Prof. Dr. Ulrich Kutschera (geb. 1955) ist Inhaber des Lehrstuhls für Pflanzenphysiologie mit Lehrgebiet Evolutionsbiologie an der Universität Kassel (Berufung 1992) und arbeitet seit 2007 zusätzlich als Visiting Scientist in Stanford/Palo Alto, Kalifornien (USA).