Exzellenz geht nur mit Diversität

Frauenförderung an Unis 

Bis zur Geschlechterparität wird es an vielen Unis beim jetzigen Tempo Jahrzehnte dauern. Ein Fehler: Exzellenz geht nur mit Diversität, sagt unser Kolumnist.

https://www.tagesspiegel.de/wissen/frauenfoerderung-an-unis-exzellenz-geht-nur-mit-diversitaet/24509418.html

Kommentar GB:

Wenn das nicht „dummer Quatsch“ (Helmut Schmidt) ist, was dann?:

„Wenn man die zitierten und weitere Aufgeregtheiten zur TU Eindhoven liest, bekommt man eine Idee, woran das liegen könnte. Offenbar haben viele in Deutschland immer noch nicht begriffen, dass Exzellenz und Diversität – zu der Gender-Gerechtigkeit zählt – nicht im Widerspruch zueinanderstehen, sondern einander bedingen.“

Erstens werden an Hochschulen Köpfe berufen und nicht Geschlechtsorgane.

Zweitens gibt es dazu eine GG-Norm, nämlich Art. 33:

Art. 33

(1) Jeder Deutsche hat in jedem Lande die gleichen staatsbürgerlichen Rechte und Pflichten.

(2) Jeder Deutsche hat nach seiner Eignung, Befähigung und fachlichen Leistung gleichen Zugang zu jedem öffentlichen Amte.

(3) 1Der Genuß bürgerlicher und staatsbürgerlicher Rechte, die Zulassung zu öffentlichen Ämtern sowie die im öffentlichen Dienste erworbenen Rechte sind unabhängig von dem religiösen Bekenntnis. 2Niemandem darf aus seiner Zugehörigkeit oder Nichtzugehörigkeit zu einem Bekenntnisse oder einer Weltanschauung ein Nachteil erwachsen.

(4) Die Ausübung hoheitsrechtlicher Befugnisse ist als ständige Aufgabe in der Regel Angehörigen des öffentlichen Dienstes zu übertragen, die in einem öffentlich-rechtlichen Dienst- und Treueverhältnis stehen.

(5) Das Recht des öffentlichen Dienstes ist unter Berücksichtigung der hergebrachten Grundsätze des Berufsbeamtentums zu regeln und fortzuentwickeln.

Und zum Thema Diversität siehe:

http://www.gender-diskurs.de/2019/06/guenter-buchholz-diversity-management-wem-nuetzt-das/

Schließlich: Woher stammt denn die Zielvorstellung „Geschlechterparität“ – sie ist, was der Autor auch nicht bemerkt hat, durch nichts begründet. Tatsächlich handelt es sich um weiter nichts als um einen unbegründeten und unbegründbaren verteilungspolitischen Anspruch seitens des Feminismus, der nunmehr offenbar ihm dienstbare Männer beauftragt und vorschickt.

http://www.gender-diskurs.de/2019/03/feministische-oekonomik/

Verhaltensweisen dieser Art sind im Kern nichts Neues, wie das Märchen zeigt:

Von dem Fischer un syner Fru.