„Nuklearer Konflikt“ mit Iran befürchtet

Boltons Drohungen werden wahr?

18.06.2019
Paul Linke

Noch bevor er Sicherheitsberater des US-Präsidenten wurde, versprach John Bolton, die islamische Regierung im Iran zu stürzen. Einige Militärexperten glauben, dass der Zeitpunkt nun gekommen sein könnte. Sie warnen vor einem nuklearen Konflikt. War der Angriff auf die Tanker im Golf von Oman eine „Fals-Flag-Operation“ gegen den Iran?

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Kommentar GB:

Rußland und China stehen aus geopolitischen, nicht etwa aus proislamischen oder proschiitischen Gründen hinter dem Iran. Denn nur so können sie ihren Einfluß im Nahen und Mittleren Osten zur Geltung bringen, und wegen der Ölressourcen der Großregion können sie darauf schwerlich verzichten.

Die USA wiederum sind seit der schiitischen „Islamischen Revolution“ Gegner des Iran, weil sie dadurch ihren damaligen Einfluß einbüßten. Diese Niederlage, verstärkt durch das unglückliche Scheitern der Iran-Politik von Präsident Jimmy Carter, wirkt sicherlich mächtig nach. Heute sind die nukleare Rüstung des Iran – und besonders die Bedrohung Israels durch sie – ein Kriegsgrund: es fehlt nur noch der Auslöser.

Auch wenn Präsident Trump keinen Krieg will, sondern wenn er es vorzieht, seine Iran-Ziele mittels wirtschaftlicher Sanktionen zu erreichen, so daß die Mullahs einknicken, wird er damit vermutlich keinen Erfolg haben. Ein militärischer Konflikt ist daher früher oder später wahrscheinlich, und es wird dabei voraussichtlich um die nuklearen Kapazitäten des Iran gehen. Deren Zerstörung könnte seitens der USA als hinreichendes Teilziel angesehen werden, weitergehend könnte womöglich ein Sturz des Mullah-Regimes anvisiert werden.