Sparparadoxon und Geldpolitik im Engpass

Sonntag, 9. Juni 2019

„Das ist eine bemerkenswerte Abbildung, die den Verlauf der Inflationserwartungen auf beiden Seiten des Atlantiks zeigt.
Gemessen an 5y5y Inflation Swap Forward Rates fallen die Inflationserwartungen sowohl in den USA als auch im Euroland.
Vor diesem Hintergrund ist es nicht erstaunlich, dass die EZB am Donnerstag erklärt hat, die Leitzinsen im Euroraum noch bis mindestens zum Ende des ersten Halbjahres 2020 nicht antasten zu wollen.
Damit hat EZB-Präsident Mario Draghi den Zinsausblick (forward guidance) zeitlich weiter nach hinten verschoben. Der Schlüsselsatz zur Versorgung der Banken mit Liquidität liegt seit März 2012 auf 0.0%.
Das geldpolitische Ziel der EZB ist, mit der Neuauflage der langfristigen Kredite (genannt „TLTRO III“) an die Banken, die Kreditvergabe im Euroraum zu fördern. „
(…)
Das bedeutet, dass mehr Schulden im Euroraum notwendig sind, nicht weniger, um die gesamtwirtschaftliche Nachfrage anzukurbeln.
Zur Erinnerung: Die Welt hat (netto) keine Verschuldung. Für jede Verbindlichkeit (liability) gibt es einen Vermögenswert (asset). Es kann nicht sein, dass alle Bürger der Welt gleichzeitig über ihre Verhältnisse leben.“ (…)

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