Medienspiegel

Über Meerjungmänner und Gebärende

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Mit den Methoden der Moralisierung schafft man den korrekten Menschen
Der Sprachrevisionismus engagierter Gruppen mit Partikularinteressen ist salonfähig geworden. Verwaltung, Parlament und Universitäten, aber auch private Unternehmen huldigen ihm unreflektiert, weil niemand als Bösewicht dastehen will. Wohin führt die neue Pädagogik?
Claudia Wirz 31.5.2019

„Das Gender-Mainstreaming ist auf einem beispiellosen Erfolgskurs. Schritt für Schritt erobert der aus Amerika importierte politisch korrekte Sprach- und Denkrevisionismus eine Bastion nach der anderen.

Im Staat hat er leichtes Spiel. Hier trifft er auf keinerlei Widerstand, sondern ganz im Gegenteil auf lauter vorauseilenden Gehorsam und nicht zuletzt auf einen grosszügigen Mäzen. Eine links-grün-feministisch-queere Menschenrechts-Vorhut, die mit den Gender-Wissenschaften und den Gleichstellungsfachstellen über eine solide Hausmacht verfügt, gibt dabei die Marschrichtung vor. Und die Hochschule ist ihr beliebtestes, aber beileibe nicht ihr einziges Exerzierfeld.“ (…)

„Alles, was als Gleichstellungs- oder Gerechtigkeitsprojekt im Sinne der Gender- und Diversity-Lehre daherkommt, ist Teil eines neuen Machtspiels, in dem kleine, sich selbst ermächtigende Minderheiten der langweiligen, braven Mehrheit ihre bunte Weltsicht aufprägen wollen. Das nennt man Mainstreaming. Die neue Dogmatik trägt religiöse Züge.“ (…)

https://www.nzz.ch/feuilleton/gender-mainstreaming-wohin-fuehrt-die-neue-paedagogik-ld.1483713

Kommentar GB:

„Die neue Dogmatik trägt religiöse Züge.“

Das ist richtig: es handelt sich um ein komplettes Wahngebilde.

Aber kein Arzt kommt.