Zur Wohnungsfrage

14. Juni 2019   –   Günter Buchholz

Die Wohnungsfrage taucht in der Geschichte wiederholt auf.

Sie war z.B. in den 70er Jahren des 20. Jh. einige Jahre lang ein großes politisches Thema.

Ausgehend von einer Situation relativen Marktgleichgewichtes ist nun aufgrund der staatlich zu verantwortende illegalen und unregulierten Immigration seit dem Sommer 2015 die letztlich aus Steuermitteln finanzierte Nachfrage nach Wohnraum besonders in größeren Städten angestiegen, so daß bei kurzfristig gegebenem Angebot die Mieten steigen.

Der Markt reagiert nun zwar angebotsseitig mit der Bereitstellung zusätzlichen Wohnraums, allerdings aus technischen sowie planungsrechtlichen Gründen mehr oder weniger zeitverzögert, so daß das Mietniveau so lange weiter ansteigt, bis eine hinreichende Menge zusätzlichen Wohnraums am Markt ist.

Bleibt der Immigrantenzustrom mit dieser seiner Finanzierung aus Steuermitteln erhalten, dann wird auch diese Marktlage (Nachfrage > Angebot) trotz neuen Wohnraums erhalten bleiben. Das würde sich ändern, sobald die weitere Immigration ausbliebe.

Bei privaten Anbietern ist für Wohnbauprojekte investitonskalkulatorisch ein Mietniveau erforderlich, das solche Projekt langfristig rentabel erscheinen läßt. Ist das nicht gewährleistet, dann bleiben nur noch öffenliche, also wiederum aus Steuermitteln finanzierte und subventionierte Bauprojekte.

Aktuell geht es daher der Politik darum, in Reaktion auf die spürbaren Verknappungen den Anstieg des Mietniveaus kurzfristig mit rechtlich-administrativen Mitteln zu stoppen, einen Anstieg, den sie durch die immigrationspolitische Marktstörung selbst verursacht hat („Mietbremse“; „Mietdeckelung“; „Enteignung“ – jeweils zu Lasten Privater).

Literatur:

H. Brede, B. Kohaupt, H.-J Kujath:

Ökonomische und politsche Determinanten der Wohnungsversorgung,

edition suhrkamp 745: Frankfurt/Main 1975

Helmut Brede, Barabara Dietrich, Bernhard Kohaupt:

Politische Ökonomie des Bodens und Wohnungsfrage,

edition suhrkamp 868: Frankfurt/Main 1976