Der israelfeindliche Narrensaum der Bremer Linkspartei

Marcus Ermler / 18.07.2019 

„Aktuell deutet in Bremen alles auf die erste rot-grün-dunkelrote Koalition in einem westdeutschen Bundesland hin. Der neue Player ist hierbei die Linkspartei. Dass mit ihr eine Gruppe Regierungsverantwortung erlangen könnte, die eingefleischte Antizionisten in ihren eigenen Reihen duldet und über beste Kontakte zu anderen deklarierten Israelfeinden verfügt, scheint dabei nicht weiter zu stören. Das Bekenntnis zum Kampf gegen Antisemitismus, das sich rot und grün ansonsten gerne auf die Fahnen schreiben, scheint keine Rolle mehr zu spielen, wenn es um Hass auf Israel geht.

Die auf den ersten Blick wohl ‚fruchtbarste‘ Verbindung mit vielfältigen personellen Überschneidungen ist die zwischen der innerparteilichen Strömung „Antikapitalistische Linke“ der Bremer Linkspartei, Friedensbewegten des Bremer Friedensforums sowie den vermeintlichen Palästina-Freunden des Bremer Nahost-Forums. Die enge Beziehung zwischen Linkspartei und Friedensforum dokumentierte 2016 auch die Jüdische Rundschau. Ihr gemeinsamer Kitt ist das antizionistische Narrativ. So zu finden in einem Aufruf des Bremer Friedensforums, den die Bremer Linkspartei verbreitete: (Hervorhebungen GB)

„Ursachen für die Gewalt im Nahen Osten sind […] die Verbrechen der Israelis am palästinensischen Volk seit mehr als 60 Jahren: der Raub seines Landes, die Vertreibung seiner Menschen, die Zerstörung seiner Gesellschaft, die Verweigerung der Rückkehr der Flüchtlinge sowie die seit 1967 andauernde Besetzung des Westjordanlandes und die seit 2006 bestehende vollständige Abriegelung des Gazastreifens.“ “ (…)

https://www.achgut.com/artikel/der_israelfeindliche_narrensaum_der_bremer_linkspartei

Kommentar GB:

Es ist eben nicht nur ein „Narrensaum“. Vielmehr ist die gesamte postmoderne Pseudolinke von verleugneten, also larviertem Judenhaß betroffen, und das ist nicht nur in Deutschland so; siehe  z. B. Jeremy Corbyn und die Labour Party im United Kingdom. Islamophilie ist ein ziemlich sicheres Anzeichen hierfür.

(…) „Hierfür spricht, daß sich aus einer umfassenden historischen Betrachtung ein anderes Bild ergibt, denn es handelt sich im Grunde gar nicht um Anti – Semitismus im Wortsinne, sondern es handelt sich um orientalischen und okzidentalen Judenhaß in seinen verschiedenen, historisch bedingten und abgeschichteten, aber sich teils überschneidenden Erscheinungsformen. Zu nennen sind:

(a) Koranisch-muslimischer Judenhaß der Araber bereits seit der Medina-Zeit im 7. Jh.

(b) Christlich-kirchlicher, d. h.

(1) katholisch-mittelalterlich-antijudaistischer Judenhaß und

(2) frühneuzeitlich-protestantischer Judenhaß (Luther).

(c) Sozioökonomischer, geldwirtschaftlich-kirchenrechtlich bedingter Judenhaß (Geld, Kredit, Zins, Wucher und kanonisches Zinsverbot im Mittelalter bis in die Neuzeit, in Ausläufern bis hin zur modernen Finanzwirtschaft) als Übergangsform zum

(d) säkularisierten, anthropologisch-biologischen rassistischen Judenhaß (Gobineau, Chamberlin, Marr),

sowie zum

(e) europäisch-antizionistischen, palästinensisch-proarabisch-islamophil larvierten Judenhaß ab Ende des II. Weltkriegs, und zum

(f) muslimisch-antizionistischen Judenhaß (z. B. Hamas, Hisbollah/Iran).“ (…)

Quelle:

Antisemitismus? Nein: Judenhaß!