Gender Pay Gap

Erklärt ist nicht gerecht [?]

15. Juli 2019   –

Sybille Pirklbauer

„In jeder Diskussion um den Gender Pay Gap kommt zuverlässig der Versuch einer Erklärung, warum der Einkommensnachteil der Frauen gerechtfertigt ist. Schließlich würden Frauen oft in Teilzeit arbeiten, hätten die falschen Berufe und wären weniger karriereorientiert. Aber: Nur weil etwas erklärt werden kann, ist es deswegen noch lange nicht gerecht. Schließlich ist es auch eine Erklärung, dass Frauen weniger verdienen, weil sie keine Männer sind – eine gute Begründung ist es allerdings nicht.“ (…)

Gender Pay Gap: Erklärt ist nicht gerecht

Kommentar GB:

Was bitte ist denn „gerecht“? Und warum? Immer jeweils das, was die Autorin subjektiv für „gerecht“ erklärt? Aber „Gerechtigkeit“ ist kein operativer Begriff, sondern eine regulative Idee, die Fragen generiert, aber keine Antworten gibt und geben kann. Nach „Gerechtigkeit“ kann also gefragt werden, aber auf diese Frage eine Antwort zu finden ist eben nicht trivial und keinesfalls mit subjektiven Werturteilen oder nackten Verteilungansprüchen (s. u.) zu erledigen, wie man im Feminismus meint.

In dem folgenden Märchen (niederdeutsch und hochdeutsch) wird zum Thema der weiblichen Verteilungsansprüche alles Nötige gesagt:

Von dem Fischer un syner Fru.