Medienspiegel

„Identitätspolitik ist rechte Politik für Linke“

BERND STEGEMANN

„Die linken Parteien sind in einer desolaten Lage“

Der Dramaturg Bernd Stegemann gilt als einer der Köpfe hinter Sahra Wagenknechts linker Sammlungsbewegung „Aufstehen”. Mit Nordkurier-Reporter Carsten Korfmacher sprach er darüber, wie gesellschaftliche Debatten jenseits der Moralkeule gelingen können.
Carsten Korfmacher

https://www.nordkurier.de/politik-und-wirtschaft/die-linken-parteien-sind-in-einer-desolaten-lage-2236191407.html?fbclid=IwAR172cmdN_MOr3LU5n4gcMgR-ibnHT8xQBpIKsdAgzZ0ckkS_nTtljWStjw

Kommentar GB:

Ich zitiere folgende Passage:

(…) „Irgendwo gibt es ja trotzdem Grenzen. Wir dulden keine Holocaust-Leugnung, wir dulden keine gruppenbezogene Menschenfeindlichkeit [? GB] und so weiter [?!? GB). Wo sind denn die Grenzen des Sagbaren?

Ganz einfach: Die Grenzen des Sagbaren sind durch das Strafgesetzbuch vorgegeben. Und wenn die Polizei dann hart durchgreift, wie letztens bei den Rechtsrock-Konzerten [im sächsischen Ostritz im Juni und im thüringischen Themar im Juli, Anm. der Red.], dann zeigt das eine sehr gute Wirkung.

Nehmen wir das Buch „Feindliche Übernahme” als Beispiel, in dem der Autor Thilo Sarrazin zahlreiche menschenverachtende Dinge [?! GB] über gläubige Muslime [?! GB] sagt. Er reichert das mit Statistiken und Thesen an, gibt dem Ganzen also einen rationalen Anstrich. Natürlich wollen wir ein solches Buch nicht verbieten. [Nicht? GB] Aber wir wollen auch nicht, dass sich Sarrazins Thesen kommentarlos weiterverbreiten. Ist hier nicht die Moralkeule oder Politische Korrektheit angebracht?

Ich kann verstehen, dass es Leute gibt, die solche Dinge nicht gerne hören. Aber in einer offenen Gesellschaft muss man das aushalten. Und wer sich die Arbeit machen will, kann seine Thesen eine nach der anderen widerlegen.

Die deutsche Linke konzentriert sich derzeit sehr auf Identitätspolitik, also auf eine Politik, bei der die Bedürfnisse benachteiligter gesellschaftlicher Gruppen im Vordergrund steht. Ist diese Konzentration ein Fehler?

Ja, denn für uns ist die aus den USA importierte Identitätspolitik und die damit zusammenhängende Politische Korrektheit ein intellektueller Rückschritt.“ (…)

Das Skandalöse liegt hier zum einen in den Fragen und speziell in der durch sie deutlich erkennbare verfassungsinkonforme undemokratischen Grundhaltung, insbesondere im Hinblick auf die freie Meinungsäußerung (Art. 5 GG), zum anderen in der auffälligen Islamophilie (=larvierter Judenhaß) verbunden mit der offensichtlichen Unkenntnis des Islams. Sarrazin hat lediglich dargestellt, was dem aktuellen Wissenstand entspricht.

Wie jedes Buch – also auch der Koran – kann und sollte auch dieses kritisch gelesen und kommentiert werden. Wenn die Genossen meinen, sie könnten als Ahnungslose, als die sie sich hier äußern, „eine These nach der anderen widerlegen“, bitte, nur zu!

Allerdings gibt es einen gesicherten state of the art über den Islam;

man lese die Autoren: Tilman Nagel, Hans-Peter Raddatz und Hartmut Krauss.

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