„Nationale Mettwurstpflicht“

Eine Glosse von Michael Mansion

Im „Spiegel“ soll vermutlich neben allen Verdächtigungen auch der Humor nicht zu kurz kommen, weshalb sich dort auf der Seite 8 Markus Feldenkirchen und Alexander Neubauer unter der Überschrift „Meinung“ ein wechselndes Stelldichein geben.
In der Ausgabe Nr. 31 vom 27.07.19 war Markus Feldenkirchen dran und positionierte gleich hinter seinem Namen (rot gedruckt) den Hinweis: „Der gesunde Menschenverstand“, wohl damit wir nicht auf ungesunde Gedanken kommen und dann folgt die Überschrift: „Nationale Mettwurstpflicht“.

Das lässt nicht nur die Veganer unter uns erschauern, sondern auch diejenigen Wurstfreunde, die eher Salami favorisieren, aber Mettwurst eher nicht. Die Angst ist jedoch unbegründet, geht es dem Autor doch nur um zwei Kitas in Leipzig, bei denen der Verzehr von Schweinefleisch mit dem Argument, dass sich die Welt verändert habe, verboten werden sollte.

Einen genaueren Grund für diese scheinbar notwendige Folge einer veränderten Welt nennt der Autor nicht, meint aber, dass Teile der AfD und andere Rumpelwichte (an dieser Stelle darf gelacht werden) hierüber in Erregung geraten seien, weil sie hinter dem Verbot die Direktive „Sharia statt Schnitzel“ befürchtet hatten, wohl wissend, dass man die Sharia nicht grillen oder braten kann, weil sie die islamische Rechtsordnung ist, welche ihrerseits sehr wohl gelegentlich ihre Feinde auch mal rösten lässt, wie ohne Häme hinzuzufügen wäre.

Der Autor liegt mit seinen Verdächtigungen also nicht so ganz falsch, wenngleich eben aus Gründen, die man im Spiegel eher nicht beim Namen nennt, weil auch der sog. Kleinkram wie ein Speisezettel, der etwas unsicher geworden, zwischen Haram und Halal changiert, ein Stück weit die Islamisierung der Gesellschaft voran treibt, welche sich in einem ständigen Nachgeben vor den muslimischen Verbänden und ihren gut vernetzten Handlangern im OIC und bei Linksgrün manifestiert.

Besonders witzig soll wohl rüberkommen, wenn der Autor den von ihm als Rechspopulisten bezeichneten unterstellt, sie lebten ernährungstechnisch noch hinter dem Mond und falls die AfD mal das Sagen hätte, gäbe es wohl bald eine Mettwurstpflicht. (auch hier darf gelacht werden)

Dies wiederum – und hier fühlt er sich vor lauter Witz vermutlich sprühen – würde die deutschen Fressgewohnheiten zwar sichern, auf längere Sicht jedoch das wahr werden lassen, was ein früherer Berliner Finanzsenator befürchtete, weil Deutschland sich damit abschaffe.

In Anlehnung an Josef Stalin und sein Zitat: „Die Hitler kommen und gehen—das deutsche Volk wird bleiben“, könnte man sagen: Die Würste (oder wären es die Würstchen?) kommen und gehen usw“.

Da werden natürlich unvermeidlich auch die Nazis bemüht, die sich, wir wir aktuell lernen, wieder epidemisch vermehren, aber hier sind die alten gemeint und die seien ja schon mal weiter gewesen, hätten sie doch klare Positionen etwa gegen das Rauchen und für den deutschen Eintopf bezogen.

Die Quintessenz wird aber noch besser, wenn Markus Feldenkirchen meint, dass dann, wenn es damals (also zur NS-Zeit) schon „Bild“ oder die FDP gegeben hätte, diese die NSDAP als Verbotspartei gebrandmarkt hätten und der Welt wäre wohl viel erspart geblieben.

Übersetzt heißt das:

Vorgestrige und hinter dem Mond beheimatete Wurstfresser, welche die Grünen zur Verbotspartei stilisieren, sollten sich ein Beispiel an den Nazis nehmen, die da schon mal weiter waren, aber er verschweigt, dass die Nazis bereits die Kumpanei mit dem autoritären Islam suchten, was man der aktuell amtierenden politischen Klasse trotz nicht gleicher Zielsetzung ebenfalls unterstellen muss.

Auf dem Wege in den neuen europagrünen Totalitarismus einer kulturvergessenen Hypermoral sind sie den Nazis verblüffend ähnlich.

Der „Stürmer“ unserer Tage heißt „Spiegel“ und dort ahnt man auf der Seite 22 der gleichen Ausgabe unter der Überschrift „ 6 Schüsse / Rassismus“, dass „schwerste Gewalttaten und Bildung von Terrorgruppen in Betracht gezogen werden“, was durchaus der Fall sein kann, wenn Teile der etwas ungeduldigeren Bevölkerungsmehrheit die Schnauze voll haben von desorientierender Propaganda.

Da baut man schon mal vor und weiß jetzt schon, wer die Täter sein werden. Es werden die sein müssen, die „Der Spiegel“ jetzt schon fortlaufend denunziert. Das Fußvolk firmiert unter dem Label Fremdenfeinde und Rassisten und ausgewachsene Hochschullehrer dürfen gnädig als Trolle bezeichnet werden, die aus ihren Verstecken kriechen.

Da fällt mir Opa Wehner ein als er sagte:“Wenn sie das Wort Kommunist hören, reagieren sie genau wie Goebbels,—aber der war klüger,—jesuitischer“!

Dem Herrn Augstein und seinen jämmerlichen Lohnschreibern wäre zu sagen:“Wenn ihr mit kluger Kritik konfrontiert werdet, reagiert ihr wie Alfred Hugenberg, aber selbst der hätte es locker mit euch aufgenommen.  –