Medienspiegel

Ohne Nationalstaat keine Demokratie

„Starke Zuwanderung unterminiert die Situation der Schwächsten“

Veröffentlicht am 11.03.2019 |
„WELT: Herr Nölke, Sie machen sich als linker Frankfurter Politikprofessor für den Nationalstaat stark. Warum das denn?
Andreas Nölke: Das ist tatsächlich für Linke etwas ungewöhnlich, mehrheitlich wollen sie den Nationalstaat überwinden. Ich will das mittelfristig nicht, weil wichtige Funktionen sich im Moment am besten auf Ebene des Nationalstaats realisieren lassen. Die Demokratie, der Sozialstaat und der Rechtsstaat funktionieren im Nationalstaat besser als in der EU. Insofern halte ich Bestrebungen innerhalb der Linken, zu einem europäischen Superstaat und dann zum Weltstaat zu gelangen, für nicht angemessen.“ (…)

https://www.welt.de/politik/deutschland/article190080801/Andreas-Noelke-Starke-Zuwanderung-unterminiert-Situation-der-Schwaechsten.html

und ähnlich:

https://www.cuncti.net/politik/1127-die-eu-hat-ein-demokratieproblem

Kommentar GB:

Sehr lesenswert!

Allerdings geht es nicht, wie Nölke meint, um eine vermeintliche „Überhöhung der deutschen Kultur“, derlei ist nämlich angesichts ihrer faktischen Bedeutung gar nicht nötig, wie jeder wissen dürfte, der sich mit Kulturgeschichte befaßt hat. Sondern es geht darum, sie in diesem Sinne im kollektiven Bewußtsein zu erhalten, was keineswegs einfach zu erreichen ist, weil es dazu unter widrigen Umständen besonderer bildungspolitischer Anstrengung und Konsequenz bedarf. Die Leitkultur-Debatte steht in genau diesem Zusammenhang. Siehe hierzu:

Leitkultur: Drei philosophische Artikel zum Thema

Leitkultur