Wie können Mint-Fächer attraktiver werden?

  • Von Olaf Köller
  • Aktualisiert am 21.07.2019

Studenten aus dem Mint-Bereich fühlen sich oft überfordert und brechen ab.

Das liegt auch an fehlenden Kenntnissen aus dem Schulunterricht.

Könnten verpflichtende Vorkurse daran etwas ändern?

Ein Gastbeitrag.

https://www.faz.net/aktuell/feuilleton/hoch-schule/hochschule/weshalb-so-viele-mint-studenten-ihr-studium-abbrechen-16255527.html?printPagedArticle=true#pageIndex_0

Kommentar GB:

Menschen wählen Berufe nach ihren persönlichen Neigungen und Befähigungen aus, kurz, nach ihren Präferenzen, unter gleichzeitiger Berücksichtigung der gesellschaftlichen  Chancen und Risiken sowie der jeweiligen Lebensplanung, die sich bei Männern und Frauen in der Regel deutlich unterscheiden dürfte.

Dieses feministische Gerede von Rollenstereotypen hingegen  führt in die Irre, weil es Teil einer feministischen Wunschvorstellung ist, nämlich über das, was feministisch sein (oder nicht sein) sollte. Aber solche normativen Vorstellungen im Feminismus sind und bleiben unbegründet, außer aus Sicht der Fehlprämisse, daß zwischen Männern und Frauen keine Unterschiede bestünden, und daß vorfindliche Unterschiede deshalb abzuschaffen seien. Der Irrtum steckt hier also bereits in der meist impliziten normativen Denkvoraussetzung, und daher sind nicht Rollenstereotype ein Problem, sondern die feministischen Denkfehler :

„Bleibt zum Schluss das Problem [? GB] „Frauen und Mint“. Dazu hat es im Jahr 2018 eine bemerkenswerte Publikation in der amerikanischen Fachzeitschrift „Child Development“ gegeben. In der Arbeit wurde über einen Zeitraum von 50 Jahren ausgewertet, welche Bilder Kinder und Jugendliche kreieren, wenn sie gebeten werden, eine Naturwissenschaftlerin bzw. einen Naturwissenschaftler zu zeichnen (Draw a Scientist Test). Die Ergebnisse bestätigen das Stereotyp „weiß und männlich“. Alarmierend ist dabei, dass die Stereotypisierung im Laufe der Jugendzeit zunimmt. Während 5 bis 8 Jahre alte Kinder noch gleich häufig Männer und Frauen malen, sind es bei den 14 und 15 Jahre alten Jugendlichen nur noch 25 Prozent. Man muss sich an dieser Stelle berechtigterweise die Frage stellen, warum junge Frauen später ein Studium oder einen Beruf in einem Bereich wählen sollten, in dem das Rollenmodell weiß und männlich ist.