Medienspiegel

Das Ende des Zweiten Weltkieges

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Ein Artikel von Rainer Werning | Verantwortlicher: Redaktion

„Heute vor 74 Jahren strahlte das japanische Radio eine mündliche Ansprache des Kaisers Hirohito an das japanische Volk aus, in der er erklärte, dass Japan die Kapitulationsbedingungen der Alliierten annimmt. Dies markierte de facto das Ende des Zweiten Weltkriegs und damit auch die 36 Jahre Fremdherrschaft, die Japan über seine Kolonie Korea ausübte. Rainer Werning erinnert für die NachDenkSeiten an Japans Traum von einer „größeren gemeinsamen ostasiatischen Wohlstandssphäre“ und zieht dabei auch Parallelen zu den aktuellen Handelskonflikten zwischen Seoul und Tokio.“ (…)

(…) „Nach seinen beiden siegreichen Kriegen gegen China (1894/95) und Russland (1904/05) war Japan in der Region zur Großmacht aufgestiegen, die sich anschickte, ihren Einfluss auch politisch und wirtschaftlich auszuweiten. Bereits 1905 zum japanischen Protektorat erklärt, musste Korea seine diplomatischen Rechte an den übermächtigen Nachbar abtreten und der Stationierung eines japanischen Generalgouverneurs in Seoul zustimmen. König Kojong hatte zugunsten seines Sohnes abzudanken. Der Annexionsvertrag wurde am 22. August 1910 unterzeichnet, aber erst eine Woche später bekanntgegeben. Japanische Militärs regierten fortan Korea, während das japanische Big Business die Halbinsel tributartig schröpfte. Das Gros deren Erlöse aus Handel, Bergbau und Landwirtschaft wurde ins „Mutterland“ Japan transferiert.“ (…)

„Jederzeit gefügige und aufopferungswillige Untertanen des Kaisers“