Medienspiegel

Der Flucht-Sommer von 1989

Veröffentlicht
Während vor 30 Jahren immer mehr Menschen das Land verlassen, täuscht die DDR-Regierung Normalität vor. Die damaligen Berichte des Ministeriums für Staatssicherheit (MfS) dokumentieren den Realitätsverlust der SED-Spitze.
Zsuzsa Breier 22.8.2019

https://www.nzz.ch/feuilleton/der-flucht-sommer-von-1989-vor-der-wende-und-dem-mauerfall-ld.1502920

Kommentar GB:

Eine Passage verdient eine erinnernde Hervorhebung:

(…) „Trotzdem wagen zwischen 1961 und 1988 weit über 100 000 DDR-Bürger den riskanten «ungesetzlichen» Weg in die Freiheit. An der 1400 Kilometer langen innerdeutschen Grenze verlieren mindestens 327 Menschen ihr Leben, insgesamt muss man von etwa 1000 Todesopfern des DDR-Grenzregimes am Eisernen Vorhang ausgehen.“ (…)

Es war dies weder jedoch weder der erste noch war es der letzte Fall von Realitätsverlust einer politischen Führung. Nur haben wir vergleichsweise zur Zeit genau das umgekehrte Problem, wie allgemein bekannt ist: Nicht eine geschlossene Grenze muß geöffnet, sondern eine offene EU-Grenze muß geschlossen werden, einerlei, ob Merkel, Macron, die EU und die UN das nun einsehen oder auch nicht.