Medienspiegel

Die Tragödie der Arktis

Ziel geopolitischer Interessen

Je schneller das Eis in der Arktis schmilzt, desto größer werden die konkurrierenden Begehrlichkeiten. Man kann an diesem Theater ablesen, wie sich die politischen Interessen verschoben haben.

https://www.faz.net/aktuell/wissen/erde-klima/kommentar-die-tragoedie-der-arktis-16344668.html

und die deutschen Interessen an der Arktis:

https://www.german-foreign-policy.com/news/detail/8020/

Kommentar GB:

Der Artikel gibt einen berechtigten Hinweis auf die geopolitische Bedeutung der Arktis, nicht nur in strategischer Hinsicht, das ist altbekannt, sondern nun auch in ökonomischer Hinsicht, zumindest auf der Ebene der Erwartungen, weniger der der Fakten. Beide Aspekte bilden den Hintergrund für die zwar etwas drollig wirkende, aber – wie der seinerzeitige Ankauf Alaskas durch die USA zeigt – keineswegs absurden Idee von Donald Trump, Dänemark die Insel Grönland abzukaufen. Nun, dazu gehören bekanntlich allerdings zwei Seiten …

Eine Passage lautet:

(…)“Es wäre aber nicht das erste Mal, dass Wissenschaft draufsteht, aber die Regierungen dahinter ihre geopolitischen Strippen ziehen und eigentlich Wirtschaftsinteressen verfolgen.

In der Arktis aber wächst die nationale Interessenpolitik gewissermaßen parallel zum Anstieg der Kohlendioxidkonzentration in der Luft und damit zum Klimawandel.“ (…)

Ob der letzte Satz, in dem die Korrelation von CO2-Gehalt der Atmosphäre und globaler mittlerer Temperatur als Kausalität behauptet wird, dies so zu Recht tut, das ist eben die Frage; möglich ist eine solche Kauslaität, aber ist sie erwiesen?

Außerdem war und ist „Klima“ kein Zustand, sondern es ein langfristiger Prozeß mit erheblichen Schwankungen. Ob überhaupt, und wenn ja, inwieweit sich die menschliche Zivilisation der jüngsten Vergangenheit und der Gegenwart durch die Verbrennung fossiler Energiequellen (Kohle, Öl, Gas) auf die ohnehin ablaufenden natürlichen Prozesse auswirkt, das ist ebenfalls die Frage; eine These lautet: die menschlichen Aktivitäten seien global betrachtet nahezu vollständig oder doch wesentlich eben dafür verantwortlich, und deshalb könne ihre Veränderung auch die genannten Prozesse umsteuern. Und das müsse nun geschehen. Meint Greta. In diesem Fall müßten allerdings vor allem die größten Emittenten aktiv werden, damit meßbare Wirkungen entstehen, aber das Gegenteil ist m. W. der Fall.

Literatur:

Bennert/Merbach/Appel/Waniczek:

Kann der Mensch das Klima retten? –

45 Fragen und Antworten zu Klimawandel und Energiewende

Kaleidoscriptum Verlag, 1. Aufl., Erfurt 2019, ISBN 978-3-00-063425-3