Medienspiegel

GAM-Newsletter 13. 08. 2019

Zum Verhältnis Islam/Muslime, Einladung zur Konferenz mit Ex-Muslimen
G A M e.V. <gam-kontakt@t-online.de>

Sehr geehrte Damen und Herren,

liebe Kolleginnen und Kollegen,

wir hatten schon frühzeitig und differenziert das Verhältnis ‚Islam‘ und ‚Muslime‘ in den Blick genommen und in diesem Kontext u.a. auf Folgendes hingewiesen:

„Obwohl die abstrakt-mechanistische und propagandistisch weit übertriebene Entgegensetzung der Bezugsebenen ‚Islam‘ einerseits und ‚Muslime‘ andererseits einem apologetischen Täuschungs- und Verwirrmanöver entspringt – denn es gibt keinen Islam ohne Muslime –, gilt es klarzustellen, dass Kritik am Islam nicht gleichzeitig und automatisch bedeutet, sämtliche Menschen zu „diskriminieren“, die als Kinder eines muslimischen Vaters geboren worden sind und bislang noch nicht explizit ihren Austritt aus dem Islam erklärt haben. Allerdings ist ebenso klar hervorzuheben, dass die islamische Weltanschauungsgemeinschaft eine geistig-moralische Haftungs- und Verantwortungsgemeinschaft ist, aus der man sich nicht beliebig herausmogeln kann.“

„Nicht jeder Muslim ist ein Terrorist. Einverstanden. Diese Binsenweisheit ist richtig. Richtig ist aber auch, dass nur ein winziger Bruchteil der islamkritisch eingestellten Menschen in Europa diese (falsche) Meinung vertritt. Andererseits war und ist nicht jeder „Faschist“ bzw. „Neonazi“ ein Gewalttäter, ohne dass wir daraus die Existenz eines „liberalen Nationalsozialismus“ konstruieren bzw. uns suggerieren lassen und ohne dass wir leichtsinnig mit dem Etikett „liberale und friedliebende Faschisten“ herumwerfen und damit skandalöse Verharmlosung stiften.“

Entscheidend ist und bleibt

a) die Beschaffenheitsanalyse des objektiv vorliegenden Weltanschauungssystems und

b) die Beschaffenheitsanalyse der empirisch vorliegenden Einstellungen der betreffenden Weltanschauungsgemeinschaft.

Hier zeigt sich dann allerdings eine sehr ausgeprägte Dominanz autoritärer, antisäkularer, ungläubigenfeindlicher, patriarchalischer, homophober etc. Einstellungen auf Seiten der Muslime.

http://www.gam-online.de/text-Islam%20im%20Kopf.html

http://www.gam-online.de/text-islam%20und%20muslime.html

Beachtenswert ist zudem, dass nun auch neben dem „radikalen“ und „gemäßigten“ Muslim eine weitere Kategorie in den Fokus rückt, nämlich der „Schläfer“. Dabei handelt es sich um Muslime, die „moderat“ erscheinen, aber „radikal“ werden, wenn die Umstände sich zugunsten unmittelbarer islamischer Herrschaftsausübung ändern. Nachdem beispielsweise der Islamische Staat („ISIS“) auf seinem Vormarsch Städte und Regionen im Irak und in Syrien eroberte, schlossen sich viele ansonsten „normale“ Muslime dem ISIS an und wandten sich sofort gegen ihre langjährigen christlichen oder jesidischen Nachbarn. Vgl. hierzu:

https://www.meforum.org/59090/when-and-why-muslim-friends-betray

Umso erfreulicher, dass die „Initiative an der Basis“ zu einer Konferenz mit Ex-Muslimen am 4. September 2019 in Berlin einlädt:

Der Islam – friedliebende Religion oder repressive Weltanschauung?

Ex-Muslime aus Übersee reden Tacheles

 

Der Streit über die Beschaffenheit des Islam bestimmt seit Jahren die öffentliche Debatte. Tonangebende Akteure in Politik und Medien haben das vergiftende Dogma befestigt, Kritik am Islam sei per se „rassistisch“, „fremdenfeindlich“, „islamophob“ etc.

Um dieses „Feindbild Islamkritik“ abzusichern, wurden und werden islamkritische Analysen und Stellungnahmen auf der Grundlage aufklärungshumanistischer und gesellschaftskritisch-emanzipatorischer Ausrichtungen systematisch ausgegrenzt und in postdemokratischer Manier gezielt totgeschwiegen.

Dennoch bleibt die propagierte These „Der Islam gehört zu Deutschland“ ohne Rückhalt in der Bevölkerung. Deshalb ist man nun verstärkt darum bemüht, vermittels Konstrukten wie „liberaler Islam“, „säkularer Islam“ oder „Reformislam“ das Gefüge faktenbasierter kritischer Einstellungen aufzuweichen.

Vor diesem „verzwickten“ Hintergrund kommen nun Ex-Muslime aus Kanada, Australien und England, allesamt ehemalige streng gläubige sunnitische und schiitische Muslime, die sich nach ihrem „Austritt aus dem Islam“ eine religionsfreie, wissenschaftlich-säkulare Weltanschauung angeeignet haben.

Auf dieser Veranstaltung werden sie uns ihre erfahrungsbasierte Innenansicht auf den Islam darlegen und dabei „Tacheles“ reden.

https://basisinitiative.wordpress.com/2019/08/03/initiative-an-der-basis-ex-muslim-konferenz-berlin-4-9-2019-vorstellung-des-referenten-armin-navabi-ex-muslim-atheist/

 

Mit freundlichen Grüßen

Karin Vogelpohl

Vorstand GAM e.V.


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