Medienspiegel

Genossen üben harsche Kritik an Kandidatensuche

Die Kritik am langen Auswahlprozess in der SPD wächst – genau wie die am Verhalten der Spitzenpolitiker. In einem Brief finden zwei Genossen deutliche Worte: Die Existenz der Partei hänge am seidenen Faden.

https://www.faz.net/aktuell/politik/inland/appell-zweier-genossen-spd-in-fundamentaler-sinnkrise-16333266.html

und

Die Kandidatenliste wird länger: Mit Gesine Schwan und Ralf Stegner will sich offenbar das nächste Duo um den SPD-Parteivorsitz bewerben.

https://www.faz.net/aktuell/politik/inland/spd-vorsitz-gesine-schwan-und-ralf-stegner-bewerben-sich-16333023.html

sowie

„Mittwoch, August 14, 2019

SPD-Parteivorsitz: Die verzweifelte Suche nach Frauen – News vom 14. August 2019

1. Die Sozialdemokraten stecken in ihrem selbstgebauten ideologischen Tunnel fest. Spiegel-Online berichtet:

Jene Genossen, die das Bündnis mit der Union fortsetzen möchten, brauchen noch eine zugkräftige Kandidatur. Doch die Suche gestaltet sich kompliziert. Aus der Partei heißt es, dass es zwar gleich mehrere führende Männer gebe, die sich den Job des Vorsitzenden vorstellen können. Doch alle haben ein gemeinsames Problem: Sie finden keine Frau für eine Teambewerbung.

Und allein antreten? Das Verfahren lässt das prinzipiell zu. Doch derzeit traut sich kaum ein Spitzengenosse einen Alleingang. Denn die Partei hat sich recht klar festgelegt: Diesmal soll eine Doppelspitze her. Doch wer? Die beiden Ministerpräsidentinnen Malu Dreyer und Manuela Schwesig haben gleich nach ihrer Nominierung als Interimschefinnnen abgewunken. (…) So ergibt sich die Konstellation, dass derzeit gleich mehrere führende SPD-Männer zunehmend verzweifelt auf der Suche nach einer Partnerin sind:

Von einem „Trauerspiel“ spricht ein führender SPD-Mann aus Nordrhein-Westfalen.

Eine Abgeordnete erzählt von Rekrutierungsanrufen, bei denen sie kaum zu Wort gekommen sei.

Ein Genosse habe sich bereits mehrere Körbe geholt, heißt es, versuche es aber unverdrossen weiter.

Böses Karma: Die SPD ist damit in der Situation vieler Firmen, denen man eine Frauenquote aufgezwngen hat – mit dem Argument: „Na irgendjemand wird sich doch finden! Ihr patriarchalen Chauvis und Frauenunterdrücker wollt uns doch nicht im Ernst erzählen, dass es keine einzige weibliche Mitarbeiterin gibt, die dem Job gewachsen ist? Von wieviel tiefer Frauenverachtung muss man besessen sein, um so etwas zu glauben?“

Dass die SPD Geschlechtszugehörigkeit als Kriterium für den Parteivorsitz doch noch streicht und an seine Stellung Leistung und Begabung setzt, steht wohl kaum zu erwarten. Allzu sehr hatten sich führende Parteimitglieder wie Barley und Nahles in der Vergangenheit mit markigen Sprüchen aus dem Fenster gelehnt.“

https://genderama.blogspot.com/

Kommentar GB:

Wie auch immer; sie machen doch sowieso weiter mit ihren diversen Minoritätenpolitiken, da ist es letztlich egal, wer das macht – bis es eben irgendwann zu Ende ist. Der Zustand der Rest-SPD in Süddeutschland dürfte sich, wenn sich der Trend – wie zu erwarten ist – weiter fortsetzen wird, mit ganz wenigen Ausnahmen bundesweit vereinheitlichen. Das heißt, die SPD dürfte als Volkspartei inexistent werden, und sie würde identitäts- und also minoritätenpolitisch mit den Grünen und den Linken konkurrieren, also bedeutungslos. Klügere machen hingegen rationale Majoritätspolitik, denn die sichert die Mehrheiten, sobald sich der minoritätspolitische Propagandanebel aufgelöst haben wird.