Medienspiegel

Goldstück-Variationen

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Buchbesprechung:

Michael Klonovsky: Goldstück-Variationen

Reaktionäres vom Tage

Edition Sonderwege

von Michael Mansion

 

Die Multi-Kulti-Gesellschaft am Beispiel der alten Sowjetunion.

Dort, wo auch Muslime klassische Instrumente lernen, Puschkin lesen und Schach spielen. Auf sie hat der Bolschewismus immer einen großen Eindruck gemacht als eine universalistische Religion von immenser Kraft, deren Prediger gut bewaffnet waren. Seine kulturellen Reste sind noch zu besichtigen.

Dabei ist Afrika im letzten Jahr (wie schon zuvor) um gerade mal 36 Millionen Menschen gewachsen, die wir bald nebst ihrem Anhang hier versorgen werden, was uns – wie zu hören – nicht verunsichern sollte.

Im Opernhaus in Florenz spielen sie die Carmen jetzt ein bisschen anders, denn jetzt erschießt sie Don José, bevor er sie messern kann, weil das mit dem Messern jetzt wohl in die Mode gekommen ist und schließlich muss die Kunst mit der Zeit gehen. Der Opportunismus übrigens auch!

Eine blonde Carmen, die von einem Dunkelhäutigen erdolcht wird, geht garnicht.

Michael Klonovsky ist ein Sammler verschiedener Ereignisse, Statements, Veröffentlichungen, kultureller Ereignisse, beabsichtigter Weltrettungen, unklar gewordener Geschlechtsdefinition und ihm fällt auch auf, wenn etwas fehlt, was man vielleicht sonstwo hat lesen oder hören können, obwohl es sich hier ereignet hat. Daraus ergibt sich ein wunderbares Konvolut der aktuellen Splitterwelt, die bekanntlich auch eine Twitterwelt ist. In ihr ist die Orientierung ein bisschen schwer geworden, weil sicher geglaubte Begrifflichkeiten nicht mehr existieren und der „Kampf gegen Rechts“ ein Synonoym für das Ende der politischen Vernunft geworden ist, welche man durch Moral ersetzt hat.

Das kann man natürlich alles auch ganz anders sehen, aber dann kann man sich die durchaus auch amüsante Lektüre sparen in der festen Überzeugung, sie sei rechtsradikal, was natürlich Unfug ist, aber selbiger hat Konjunktur.

Es ist wohl ähnlich wie bei der Kriminalität durch Migranten, die auf keinen Fall steigen darf wie der Autor meint, weil hier die „Gefälligkeitswissenschaft“ zu Diensten ist und vor allem natürlich die „Haltungsmedien“.
Michael Klonovskys Aneinanderreihung verschiedener Meldungen in unterschiedlichen Medien vermag etwas darstellbar zu machen, was sich sonst nicht so leicht erschließt. Es handelt sich nämlich deutlich sichtbar um das, was man in den USA als Bullshit bezeichnet und das ist eine Methode, welche sich nicht der offenen Lüge bedient, weil der Lügner bekanntlich die Wahrheit kennen muss. Im Falle von Bullshit sind dessen Verbreiter aber an einer Leugnung der Wirklichkeit interessiert. Sie haben an ihr ein berechtigtes Desinteresse.

Große Teile der politischen Klasse sind in einem frühbürgerlichen Romantizismus gefangen, der sie glauben macht, Familien, Kulturen, Ethnien, Nationen, Religionen und Klassen, seien der Auflösung zu überantworten, auf dass die herzlose Stigmatisierung jedweder Zugehörigkeiten verschwinden möge.

Vermutlich klärt das dann auch endlich die Frage, ob ein Obdachloser potentiell krimineller ist als ein Investmentbanker.

Bei so viel Herzensgüte kommt eine Befragung zu Koran und Islam unter Muslimen in Deutschland ein wenig unter die Räder, weil eigentlich bei allen Freundinnen und Freunden des Rechtsstaates sämtliche Alarmglocken läuten müssten.
Hier ist Bullshit außerordentlich hilfreich, wenn der zwar fundamentalistisch gesonnene, jedoch noch nicht terrorbereite Moslem zum demokratisch gesonnenen Mitbürger mutiert.

Der Autor unterstellt mit berechtigter Häme, dass eine Meldung in den Tagesthemen, wonach die Gewaltkriminalität von Migranten daher rühre, dass sie keine Bleibeperspektive hätten, nicht mal in der Redaktion eines Karl-Eduard von Schnitzler durchgegangen wäre.

Das Hessische Innenministerium hat eine „Schutzschleife“ in den Farben rot-weiß-blau als Zeichen der Solidarität mit den Einsatzkräften von Feuerwehr, Polizei und Rettungskräften herausgegeben, die neuerdings (oder war das immer schon so??) immer häufiger angegriffen werden.
Sowas ist natürlich gut und das nächste Silvester kann auch wieder kommen, wo die Gefälligkeitswissenschaft den Freibrief für die von Perspektivlosigkeit und Einengung betroffenen Neubürger ausstellen wird.

Der Leiter der Leipziger Buchmesse, Oliver Zille, wird von einer dpa-Journalistin „verhört“, weil sie wissen will, ob er auch „rechte“ Verlage zulassen werde.

In Frankfurt hatte es Tumulte durch die selbst ernannte Linke gegeben, wobei Produkte, der von ihnen als rechts bezeichneten Verlage zerstört oder beschädigt wurden, weshalb suggeriert wurde, man möge „rechte“ Verlage garnicht erst ausstellen.

Was dabei eher nicht aufzufallen scheint ist, dass es sich bei den inkriminierten Veröffentlichungen bzw. ihrer Autorenschaft in 90% aller Fälle um Altlinke handelt, denen der kritische Verstand nicht abhanden gekommen ist.

Belehrungs und Erziehungs-Fernsehen à la Marietta Slomka, Thomas Walde und Claus Kleber, erfreuen sich der Alimentierung durch die wehrlos gewordenen Bürger, was naheliegenderweise zu beenden anstünde.

Wer immerhin weiß, was er nicht will, befindet sich (wie der Autor) auf gutem Wege, weil er (oder sie) in Addition allen Unfugs, angefangen von der Sonderbehandlung für migrantische Straftäter, bis zum Gender-Okkultismus zu der Ansicht gelangen muss, dass sich ein ernst zu nehmendes Staatswesen vermutlich dadurch auszeichnet, dass es das zu belohnen bereit ist, was ihm nutzt und nicht umgekehrt.

Ja,–aber wir tun doch so viel für die Sicherheit! Für welche?–fragt der Autor und verweist auf mangelnde Kompetenz der zuständigen Stellen.

Die Polizei soll personell aufgestockt werden, weil halt der Schutz der Bürger vor den „Schutzsuchenden“ (oder sind es die sich unendlich vermehrenden Rechtsradikalen?) bei konstant offenen Grenzen und weiterhin ungeregelter Einwanderung nicht so recht funktioniert.

Grenzkontrollen gehen nicht, weil das die AfD fordert und außerdem droht Deutschland der genetische Genozid (W. Schäuble) durch fortlaufende Inzucht.

Der Autor berichtet von einer Einladung bei einer Freundin seiner Frau, bei der auch ein russischer Cellist anwesend war, der auf dem Heimweg „von einer Gruppe Südländer“ ins Koma geprügelt wurde.

So geschehen in Karlsruhe in der hl. Nacht mit der Folge einer Schädelfraktur und einem gebrochenen Fußgelenk.

Die Presse hat über diesen Vorfall nicht berichtet! Die Täter konnten nicht ermittelt werden! Solche Angriffe sind alltäglich.

Die Beschreibung aller Kollateralschäden liefe wohl auf den Verdacht der Ausländerfeindlichkeit hinaus, während der Kreis der potentiellen Täter durch die Bundesregierung täglich ausgeweitet wird.

M.K. ist bei alldem der Humor noch nicht ganz ausgegangen wenn er schreibt: „Man stelle sich vor, Rom hätte die Vandalen mit gemieteten Sänften an den Tiber tragen lassen“.

Die Große Koalition will jährlich eine Viertelmillion neue Problemfälle importieren, während „Die neuen Deutschen“ (H. Münkler) merkelfromm zusehen.

Die Frage ist, wie und wann dieses Narrenfest zu beenden wäre?

Die Gegenkräfte sind schwach und man plant in Brüssel schon ihre juristische Verfolgung mit Hilfe des Antidiskriminierungsgesetzes, während die ihrem islamischen Verständnis nach neue Herrenrasse mit Verachtung auf Christen, Juden und Atheisten blickt, deren offensichtliche Unterwerfungsbereitschaft hierfür ausreichend Rechtfertigung bietet.

Der „reine“ Islam weist das „Unreine“ in seine Schranken und erwartet eine Verneigung.

Eine Islamisierung findet natürlich nicht statt. Das kann nur eine Hassparole sein.

Vermutlich schätzt man die Resistenz einer demokratisch verfassten Staatsform gegenüber demokratiefeindlichen Ideologien sehr hoch ein, was verwundern muss, wenn man sich an die Berufsverbotspraxis und an die Hand voll linker Terroristen erinnert, die vor allem in den 80er Jahren den gesamten Sicherheitsapparat am Laufen hielten.

Alleine die amtlich genannte Zahl der sog. Gefährder übertrifft das gesamte Umfeld der RAF um das mehr als 100-fache!

Nun kommt ja – so der Autor – der Islam nicht als paramilitärische Struktur daher, aber auch nicht als ein beliebig auslegbarer Glaube.

Es handelt sich ganz schlicht um einen Großorganismus mit Herrschaftsanspruch.

M.K. bringt es auf den Punkt, wenn er schreibt: „Der westliche Heilsplan des Individualismus, des Konsumismus und des Hedonismus, welchem zufolge alle familiären, ethnischen, nationalen und kulturellen Bindungen „Konstrukte“ sind und aufgelöst werden müssen (siehe hierzu auch die Umdeutungsversuche durch Gender), zerschellt an der Klippe eines zwar uralten, unterkomplexen, scheinbar überholten, jedoch kollektiv mächtigen Regelwerkes“.

Eine Anpassung an die Kultur der Einwanderer sei die logische Folge.

Kaum mehr bekannten familiären oder gruppenbezogenen Loyalitäten, stehen Sippen, Clans und Banden gegenüber, die aggressive Territorialkriege führen und mit Hilfe der vom Volk gewählten Kollaborateure ganze Stadtteile erobern und beherrschen.

Mit Recht verortet der Autor den eigentlichen gesellschaftlichen Skandal dort, wo aufgeklärte und säkulare eingestellte, im wesentlichen Sinne des Wortes moderne Muslime sich warnend zu Wort melden und dabei nicht nur von den eigenen Landsleuten (z.T. mit der Fatwa) bedroht werden, sondern in der medialen deutschen Öffentlichkeit als Störenfriede behandelt werden, die einem friedlichen Miteinander im Wege stehen.

Die tonangebenden Milieus der Gesellschaft vollziehen „einen Götzendienst am dampfenden Altar des sog. Multikulturalismus“, wo zugleich die Rechte von Frauen, Schwulen, Minderjährigen (siehe Kinderehen) und Juden geopfert werden.

M.K. hält die Vorstellung, die Einwanderer würden sich einer Kultur, die sie verachten und einem Rechtssystem, das sie als schwächlich belächeln, frohgemut anschließen, für romantisch verbrämte Dummheit.

Den Begriff einer richterlichen Dummheit verwendet er vorsichtshalber nicht, verweist jedoch auf ein Urteil des OLG Koblenz (1. Senat für Familiensachen), in dem es (verkürzt) heißt, der Betroffene habe sich natürlich der unerlaubten Einreise schuldig gemacht, aber die rechtsstaatliche Ordnung in der BRD sei in diesem Bereich seit rund 1,5 Jahren außer Kraft gesetzt, so dass eine illegale Einreise de facto nicht mehr strafrechtlich zu verfolgen sei.

Das ist – so der Autor – richterlich beglaubigter Landesverrat.

Zwischendurch und dem Stil folgend, fast ein wenig unverhofft, dann eine kleine Geschichte über Günter Maschke, der die Schwester von Gudrun Ensslin geheiratet und bei Ernst Bloch studiert hatte.

Einem Linken, der imstande war, Irrtümer zu korrigieren, ohne dabei dem Zeitgeist in den Hintern zu kriechen, wobei man bekanntlich den Überblick verliert und die Wirklichkeit für eine bösartige Erfindung der „Rechten“ hält, was weiter und an anderer Stelle folgend, den Menschen in Ostdeutschland eher weniger passiert, weil sie durch unangenehme Erfahrungen immunisiert wurden. Genau das macht sie offenbar zu Parias und zwar deutlich eher als Topmanager, die keine Krawatten mehr tragen und schon gar keine Hüte, obschon das mal ein schönes bürgerliches Relikt war. Hochkonjunktur haben die Hüte dennoch, aber es sind die Geßler´schen.

Der Autor sieht den gesellschaftlichen Niedergang auch im Spiegel der Mode, als einer von Unterschichten und ästhetischer Verrücktheit.

Prole Drift“ (Paul Fussell) sei hierfür ein treffender Begriff für den neuen Stil, was nicht nur für die Kleidermode gelte.

Der Besuch der Documenta in Kassel oder eines Rock-Pop-Rap-Konzertes genügt um zu wissen, wohin die Reise geht, nämlich in die Massenveranstaltung der Beliebigkeit.

Von „zwei fröhlichen Gesellen“ wird im Zusammenhang mit der Fassungslosigkeit einer Gerichtsreporterin berichtet.

Die beiden hatten von massiver Körperverletzung bis hin zu Totschlagsversuchen und Einbrüchen schon zumindest so viel auf dem Kerbholz, dass es für eine bezahlte Ausreise hätte reichen müssen. Selbst im Knast hat einer von ihnen einen Mitgefangenen schwer verletzt und dann einen Justizvollzugebeamten angegriffen und mit dem Tode bedroht.

Bei der Verhandlung beim Landgericht Köln musste er gefesselt werden.

Die Gerichtsreporterin ihrerseits will ihr Ehrenwort dafür geben, dass derzeit deutsche Angeklagte eine Minderheit sind.  –

 

Klonovskys Buch hat ein Thema, das er in tagebuchartigen Notizen, Berichten und Zitaten bearbeitet.

Das ermöglicht kein stringentes Lesen im Sinne eines vom Anfang bis zu einem Ende gedachten etwa wissenschaftlichen Textes, sorgt jedoch für höchst abwechslungsreiche Information aus den verschiedendsten Ecken und Kanten des gesellschaftlichen Seins, wodurch auch mal neue Fragen aufgeworfen werden.

So z.B. die nach dem ökologischen Verhalten unserer Neubürger, bei denen z.T. ein exorbitanter Wasserverbrauch und wenig Neigung zur Mülltrennung zu beobachten ist. Eine reine Feststellung ohne jeden gar rassistischen Unterton. Oder?

Man hält ein bisschen die Luft an, wenn der Autor Trump lobt und ihm bescheinigt, die Heuchelei in der Politik beendet zu haben. Er (Trump) sei eine Mischung aus Parsifal und Rienzi und er (M.K.) beneide ihn um den Hass der geisteswissenschaftlichen Schauspieler, der Neocons, der Transatlantiker und der globalen Linksschickeria, den diese fortwährend verbreiten.

Herrlich ist auch die Unterstellung, der deutsche Protestantismus bzw. seine Vertreter glaubten nicht mehr an Gott, weshalb sie mehrere Substitute wie das Weltklima oder die Flüchtlinge eingeführt hätten.

Neuerdings gibt es da auch eine Umarmung mit Linksgrün, weil nur der Weg der Masseneinwanderung endlich die Auflösung des deutschen Volkes ermöglicht, worin sich dann die Unsühnbarkeit deutscher Schuld auflösen möge.

Mit Afrika haben wir (wer hat´s gewusst?) eine Partnerschaft und das verpflichtet uns natürlich. Die Verpflichtungen ihrerseits bedeuten aber z.B. einen Verzicht auf Forschungsgelder oder die Pflege der Infrastruktur.

Da wir als Altkolonialisten aber grundsätzlich alle Schuld am Weltelend tragen, müssen wir natürlich……ja was eigentlich?

Und was sagen denn unsere europäischen Partner? Sind sie auch alle Schuldige und als solche sühnepflichtig?

Und was macht eigentlich die Schickeria?

Sie geht auf Opernbälle und behauptet mutig zu sein.

Auf bemerkenswerte und erheiternde Weise wendet sich M.K. dem Problem des Deutschseins zu und kommt zu einem ganz wunderbaren und einleuchtenden Ergebnis:

Deutsch sei seiner Meinung nach z.B. Wilhelm Busch mit seiner Mischung aus Gemütlichkeit, Schadenfreude, Boshaftigkeit und Geist. Deutsch sei es aber auch, zu viel zu arbeiten, verbunden mit der Unfähigkeit, die Früchte der Arbeit genießen zu können und deutsch sei natürlich auch ein gewisser Untertanengeist.

Deutsch seien die Gebrüder Humboldt als Mitbegründer jener Leitkultur einer Universalität der Bildung und deutsch ist natürlich jene Staatstreue bis hin zur Idiotie.

Man hat es beim Deutschsein mit einer Mentalität zu tun, die, ökonomisch gesprochen, eine Ressource ist für Verlässlichkeit, Pünktlichkeit, Pflichtbewusstsein, Vertragstreue und Rechtssicherheit.

Es hat Jahrhunderte gedauert, bis sich das gebildet hat und man kann es auch unwiederbringlich verspielen.

Da sowohl der Bundesaußenminister als auch die Stiftungsprofessorin für Kriminalprävention (Rita Haverkamp) öffentlich verlautbart haben, dass es kein Grundrecht auf Sicherheit gäbe (GG Art. 2 Abs.2), schlussfolgert der Autor, dass es dann das Recht des Bürgers auf (bewaffneten) Selbstschutz gibt.

Interessant ist hierbei ja, dass es Jahre zuvor keinerlei Anlass für solche Überlegungen gab. Immerhin fühlen sich 92% der Grünen-Wähler aber sicher, was an der Farbe liegen muss.

Frau Prof. Haverkamp empfahl zur Erhöhung des Sicherheitsgefühls eine „gebremste“ Kommunikation über Kriminalität.

Wenn wir uns früher im dunklen Keller gefürchtet haben, dann haben wir gelegentlich gesungen. Das wäre vielleicht auch eine Lösung, aber bitte nicht „Die Wacht am Rhein“, denn das wäre vermutlich faschistisch.

Auch gelegentliche und in Einzelfällen nicht ganz freiwillig vollzogene Willkommensbegattungen sollte man wohl eher „gebremst“ kommunizieren.

Wir haben verstanden, denn das schafft nur zusätzliche Unsicherheiten.

M.K. hat einen unglaublichen Sprachwitz. Er ist ein Sprachästhet, bei dem auch die EU nicht zu kurz kommt, deren Nomenklatura es geschafft hat, Europa und die EU in eins zu setzen.

Der Europafeind war dem Klimagegner schon vorausgeeilt und stänkert, die Demokratie einfordernd, wüst durch die Gegend.

Besonders penetrant wird er stets dann, wenn er Begriffe wie Umvolkung in den Mund nimmt, obwohl doch gerade dieser Begriff auf das Exakteste die aktuelle Situation spiegelt, wo ein monokulturelles und monoreligiöses in ein multikulturelles und multireligiöses Land verwandelt werden soll.

Diese kulturelle Verflüssigung wird bestimmte Folgen zeitigen, die man tunlichst nur „gebremst“ kommunizieren sollte, weil das Recht der Stärkeren in diesem Falle eine natürliche Folge sein wird.

Der Autor hat eine schöne Gleichung parat wenn er schreibt, dass dann, wenn in Deutschland die Zahl der Straftaten sinkt, man davon ausgehen könne, dass die Zahl der von Deutschen verübten Straftaten schneller sinkt, als die von Ausländern verübten Straftaten steigt. Gewissermaßen ein Lehrstück in Sachen Statistik.

Durch das ganze Buch zieht sich so etwas wie eine sarkastische Dialektik, die es gelegentlich vor allem dann nicht an Deutlichkeit fehlen lässt, wenn medialer Bullshit zur Richtschnur kultureller Befindlichkeiten wird.

Da, wo staatlich verordnete Demonstrationen im „Kampf gegen Rechts“ zur manifesten Verdrehung von Ursache und Wirkung werden, kann eine Zustandsbeschreibung auch mal negativ ausfallen oder, um es anders zu sagen, die Psychiatrie auf den Plan rufen.

Wenn der Autor auf den Seiten 149/150/151 darauf verweist, dass es manchmal wohl friedfertiger zuginge, wenn dem Waffenbesitz von Kriminellen der Waffenbesitz von Friedfertigen gegenüber stünde, was möglicherweise auch bürgerkriegsähnliche Zustände verhindern könnte, wie der Autor dieser Zeilen frech hinzufügt und auch wenn man hier (schon wieder) die Luft anhält, so wäre das Gegenteil erst mal zu beweisen.

Michael Klonovskys Buch ist ein richtiges Donnerwetter, das sich gut liest, ja, man kann sogar mittendrin einsteigen.

Es ist provokant, aber nicht plump und es bedient unterschiedliche gesellschaftliche Ebenen, wobei die Arroganz des medialen Erziehungsapparates offen gelegt wird, dessen sich die politische Klasse bedient.

Zugleich gelingt dabei die Entschlüsselung dessen, was man einen oder den Zeitgeist nennt. In diesem Falle einen (Un-) Geist, der zwischen Bullshit und dreister Lüge changierend, alle Kritiker des eingeforderten Mainstreams denunziert, sowie in Einzelfällen auch ökonomisch bedroht.

Es ist ein Geist, der auf die Umdeutung bislang zweifelsfreier Begriffe abstellt, Verwirrung stiftet, und zusätzlich neue Geschlechter und Minderheiten gebiert.

Genau diesen (Un-) Geist hat sich M.K. hier zur Brust genommen.

Sehr empfehlenswert!