Muslimische Schülerin darf bei Schul­schwimm­unterricht in Badebekleidung duschen

Bezugnahme auf bestimmte Suren des Korans dargelegt –
Muslimische Schülerin darf bei Schul­schwimm­unterricht in Badebekleidung duschen
Hartmut Krauss 

Auch wenn das hier nur ein vergleichsweise minder relevanter Fall ist:

Der juristischen Klasse als wesentlicher Funktionsteil des globalkapitalistisch-proislamischen Herrschaftskartells muss auf diesem zentralen (deutungs-)machtpolitischen Gebiet u. a. immer wieder Folgendes  entgegengesetzt werden. (Denn: Nur wenn diese Burg „Religionsfreiheit für den Islam“ nach allen Regeln der Kunst, d.h. in Form einer neuen Staatsräson,  geschliffen wird,  kann die Eindämmung der islamischen Herrschaftskultur in Deutschland nachhaltig realisiert werden.)

Islam, Grundgesetz und streng gläubige Muslime: „Ihr braucht nicht verfassungstreu sein“

Zur Kritik der mechanistischen Trennung von Glaubensüberzeugung und Glaubensausübung in Anwendung auf den Islam

(…) Das grundlegend Falsche in der Argumentation von juristischen Befürwortern der Vereinbarkeit von Islam und Grundgesetz ist die mechanistische Trennung von Glaubensüberzeugung und Glaubensausübung in Anwendung auf den Islam1. Demgegenüber ist gerade der Islam in seiner Eigenschaft als rigorose Gesetzesreligion dadurch wesensmäßig charakterisiert, dass die Befolgung von Handlungsvorschriften in allen Lebensbereichen als wahrer „Gottesdienst“ bzw. praktische Bezeugung von gotteskonformer Lebenstätigkeit gilt, die zum angeblichen Heil im Jenseits führt.

Das heißt: Der Islam, der den einzelnen Gläubigen als Gottesknecht formiert, erhält seine operative Wirksamkeit überhaupt erst in Form einer autoritären Ethik, die als ein allumfassender alltagspraktischer Regel- und Pflichtenkatalog in Erscheinung tritt. Bei dessen subjektiver Umsetzung bilden Überzeugung und Handeln eine untrennbare Einheit. Die Unterstellung, es sei weithin anzunehmen und davon auszugehen, dass Muslime eine islamische Glaubensüberzeugung haben und diese dann nicht in praktisches Handeln (Glaubensausübung) umsetzen, ist eine völlig realitätsfremde Vorstellung bzw. eine scholastische Fehlannahme. (…)

http://www.gam-online.de/text-Islam.Grundgesetz.html

Staatliches Handeln und Religion/Islam:
Passiver Nachtwächterstaat, aktiver Garant demokratischer Grundrechte oder postsäkularer „Geschäftspartner“?

(…) Der grundlegende Irrtum dieser rechtsdogmatischen Konstruktion besteht in folgendem:

A) Der Religionsbegriff des Grundgesetzes unterstellt unter dem Eindruck der kulturhistorischen Wirkung des Aufklärungshumanismus ein modernes Religionsverständnis, wonach Religion gleich welcher Art keine absolute Geltungsmacht mehr beanspruchen kann, sondern eine Trennung von Religion, Staat, Recht und Privatsphäre vorausgesetzt ist. Genau diese Trennung hat der Islam in Lehre und Praxis eben nicht vollzogen. Solange er aber die Trennung von Staat und Moschee ablehnt, ist er primär als Ideologie zu betrachten und nicht per se als Religion. Seine Ziele sind infolgedessen politisch – und damit nicht so ohne weiteres unter ‚Religionsfreiheit’ zu subsumieren. Zudem gewährt er keine Glaubensfreiheit und verknüpft Gläubigkeit untrennbar mit der Einhaltung grundrechtswidriger Vorschriften. Aus diesem Grund kann sich der säkular-demokratische Staat im Falle des Islam auch nicht auf einen inhaltsabstrakten, die konkreten Glaubensvorschriften ignorierenden, Neutralismus zurückziehen und darf auch nicht auf eine „scharfe Befragung“ verzichten oder gar einen privilegierenden Sonderstatus gewähren.

B) Da der Islam folglich in seiner vorherrschenden orthodoxen bzw. identitären Form (Koran, Sunna, Scharia) massiv mit diversen Artikeln des Grundgesetzes kollidiert, sich nicht auf die Ausübung seiner eigentümlichen Rituale (Beten, Fasten, Pilgerreise, Feiertage) und spirituellen Belange beschränken lässt und grundsätzlich einer säkular-demokratischen Gesellschaftsordnung widerstrebt, kann er auch keinen vollen Schutz des Grundgesetzes für sich in Anspruch nehmen. Generell muss deshalb die Einhaltung und der Schutz grund- und menschenrechtlicher Regelungen Vorrang haben vor dem Schutz eines religiösen Glaubens, der in wesentlichen Teilen auf der Befolgung verfassungswidriger religiöser Vorschriften beruht. Die rechtsdogmatisch konstruierte Unterscheidung zwischen ‚Überzeugung’ und ‚Handlung’ widerspricht nicht nur aufgrund ihrer mechanistischen Aufspaltung der integralen Logik menschlicher Lebenstätigkeit und ist mithin lebenswirklichkeitsfremd, sondern verkennt in Gänze die Wesensspezifik des Islam als einer prämodernen Vorschriftenreligion: Die Glaubensausübung der orthodox bzw. konsequent gläubigen Muslime muss sich in der konkret-praktischen Befolgung von alltagsbestimmenden Handlungsnormen realisieren und kann eben nicht auf das bloße (passive) ‚Haben’ von ‚Überzeugungen’ beschränkt werden.

Sachverhaltsbezogene Unkenntnis und Ignoranz gegenüber dem Islam als einer menschen- und grundrechtswidrigen Vorschriftenreligion führt in Verbindung mit der sonderrechtlichen Privilegierung religiöser Glaubensüberzeugungen sukzessive nicht nur zu einer Gefährdung der säkular-demokratischen Lebensordnung und des in ihr ruhenden Bürgerfriedens. Sie schwächt auch nachhaltig die demokratische Abwehrbereitschaft gegenüber religiösen Überzeugungstätern auf strafrechtlichem Gebiet, ja impliziert geradezu deren tendenzielle Generalamnestie. Während Poscher nur die Handlungen, nicht aber die Überzeugungen juristisch bewertet wissen will („Du darfst dich nur nicht erwischen lassen“), geht man im Strafrecht noch einen Schritt weiter und argumentiert genau anders herum („Wenn du erwischt worden bist, werden deine religiösen Handlungsmotive strafmildernd anerkannt“). (…)

http://www.glasnost.de/autoren/krauss/staatundislam.html

Siehe auch den Abschlussteil meines Buches „Der Islam als grund- und menschenrechtswidrige Weltanschauung“, wo ich die weitgehend übereinstimmende Position von Schachtschneider aufgreife und aus meiner Sicht ergänze.

Die entsprechenden programmatischen Aussagen finden sich in folgenden Texten:

GAM e. V. „Säkulare Lebensordnung vs. islamisches Gottesrecht“ :„Islam und Grundgesetz S. 3-6 http://www.gam-online.de/Bilder/S%C3%A4kulare%20Lebensordnung-Programm.pdf

Initiative an der Basis „Unsere Forderungen“ III. https://basisinitiative.wordpress.com/unsere-forderungen/

Die „Islam-Debatte“ ist nicht nur nicht über dieses Auseinandersetzungsniveau hinaus gelangt, sondern hinkt infolge der verschärften antiislamkritischen Hetze seit Ausbruch der „Flüchtlingskrise“ wieder weit hinterher.

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