Stickstoffdioxid – War da was?

Rüdiger Stobbe / 11.08.2019 /

Ja, grober Unfug mit Folgen

„Die Debatte um das Reizgas Stickstoffdioxid (NO2), welches bei jedem Verbrennungsvorgang entsteht, hat abgenommen, ist praktisch erloschen. Diverse Städte haben Luftreinhaltepläne vorgelegt, die Fahrverbote zumindest hinauszögern. Stuttgart und Hamburg, Städte, in denen Fahrverbote bereits umgesetzt wurden, sind fast kein Thema in den überregionalen Medien. Trotz erheblicher Zweifel an der Sinnhaftigkeit des Jahresdurchschnittsgrenzwerts 40 Mikrogramm (µg) NO2 pro Kubikmeter Luft, also 40 Millionstel Gramm NO2 auf 1.200 Gramm Luft, ist dieser Grenzwert, ein Durchschnittswert, der rein theoretisch ermittelt wird, Mittelpunkt einer jeglichen Debatte.

Der Wert, der stündlich ganz praktisch und real an jeder der über 537 offiziellen Messstellen in Deutschland ermittelt wird, der Wert, für den der Stundenmessgrenzwert 200 µg NO2/m3 Luft plus 18 Überschreitungen festgelegt wurde, dieser Stundenmessgrenzwert spielt weder in der öffentlichen, noch in der politischen Debatte eine Rolle. In der zivilgesellschaftlichen Debatte kommt er sowieso nicht vor. Ich vermute, dass dieser Grenzwert in weiten Kreisen der Leute, die glauben, die Klima- und Umweltweisheit mit ganz großen Löffeln gefressen zu haben, nicht mal bekannt ist.

Es sind aber genau diese Stundenmessungen, die in der Wirklichkeit – über 4,5 Millionen Messungen pro Jahr – stattfinden, mit denen ermittelt wird, welcher Konzentration NO2 der Mensch ausgesetzt ist, wenn er sich im Einzugsbereich der Messstelle aufhält.“ (…)

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