#unteilbar beschränkt

„Unter Eingeweihten

Warum es ein krasser Fehler ist, bei der Dresdner #unteilbar-Demo am Wochenende schwarz-rot-goldene Flaggen für unerwünscht zu erklären.

Samstag soll ein Zeichen gesetzt werden, heißt es seitens vieler, die in die sächsische Hauptstadt zur Demo anreisen werden. Ein Zeichen für, wie es im Untertitel der Veranstaltung heißt, „Solidarität statt Ausgrenzung“. Eine Demonstration, vielleicht so groß wie jene im vorigen Jahr, als Hunderttausende durch Berlin zogen. „#unteilbar“ lautet die Überschrift, was als Appell zu verstehen ist, dass durch politische, vor allem rechtspopulistische Propaganda eingeborene Deutsche sich nicht gegen Flüchtlinge aus dem arabischen und afrikanischen Raum ausspielen lassen, dass die sozialstaatlichen Mindestgelder auch ihnen zuteilwerden können – und dass überhaupt die Welt im Angesicht der menschlichen Nöte in Afrika und in den nichtprosperierenden Teilen Asiens besser werde, freien Zugang in die EU inklusive.

Mit anderen Worten: Eine Woche vor den Landtagswahlen in Sachsen und dem vermuteten starken Erfolg der AfD soll durch sehr viele Menschen gezeigt werden, dass die Höckes und Co mit Widerstand rechnen müssen. In Wahrheit ist #unteilbar dieses Zeichen nicht, leider. Vielmehr wird es eine Demonstration der Eingeweihten sein, jener, die ohnehin der AfD nicht freundlich gesinnt sind. Vielmehr wird #unteilbar anzeigen, wie verfehlt die Bündnispolitik der zur Demonstration Aufrufenden ist. Moniert werden muss nicht allein, dass der Umzug unterteilt wird in Themenblöcke, die etwa „Parade-Power-Block: United against Racism & Fascism“ oder „feministisch und queer“ heißen – alles in allem Stichworte, die einem linksradikalen Wunschkonzert gleichkommen. Die Wahl englischsprachiger Chiffren deutet nicht einmal subtil an, besser vor allem eines zu bleiben: unter sich.
Verblüffend indes ist die politische Torheit, einerseits ein „#unteilbar“ zu proklamieren, aber doch so gut wie alles dafür zu tun, dass in Dresden und drumrum die am Samstag Mobilisierten wie ein selbstbezüglicher Kolonisierungstrupp wirken müssen: In Sachsen kommt offenbar mindestens die halbe linke Bescheidwisserwelt.
Quelle: taz

Anmerkung JK: Entgegen dem eigenen Anspruch fördert #unteilbar die Spaltung der Gesellschaft, da die Teilnehmer und Veranstalter ganz selbstverständlich für sich in Anspruch nehmen die einzige richtige Position in der Migrationsfrage zu vertreten. Wer nicht für „offene Grenzen“ und unbegrenzte Migration ist, wird schonungslos als „rechts“ abqualifiziert. Dabei erstaunt nur immer wieder, dass den Protagonisten von #unteilbar und ähnlichen Initiativen die Übereinstimmung mit der neoliberalen Freihandelsideologie, die ebenso offene Grenzen für Arbeitskräfte, Kapital und Waren fordert, nicht negativ auffällt. Die immer weiter voranschreitende soziale Spaltung der Gesellschaft spielt für das #unteilbar tragende Milieu keine Rolle bzw. dieses Thema darf, wenn, nur aus der Perspektive der Migrationsfrage diskutiert werden. Hier feiert sich das linksliberale, akademisch-urbane Milieu wieder einmal selbst. Auch erstaunlich, dass sich niemand am Auftritt des Außenministers Heiko Mass störte, der sich selbst nicht daran stört einem lupenreinen Rassisten wie dem Ministerpräsidneten Brasiliens, Jair Bolsonaro die Hand zu schütteln.“

Quelle:

Hinweise des Tages

https://de.sputniknews.com/kommentare/20190827325659915-unteilbar-demonstration/?utm_source=de_newsletter_links&utm_medium=email

Kommentar GB:

Wer weiß, was unter der Fahne der Revolution von 1848 noch geschehen mag?

Der Mob, die Guten und die Suche nach Ordnung

Über und für die Heuchler:

(…) „Worüber lachte ich nun – und lache noch immer?

Ich lache bestimmt nicht darüber, dass hier das Lebenswerk von fleißigen, wohlmeinenden Menschen bedroht ist.

Ich lache darüber, dass das linke Narrativ kollabiert. Ich halte Gutmenschentum für die gefährlichste Ideologie des heutigen Westens. Gutmenschentum tötet und Gutmenschen tragen mit Schuld an jedem Opfer importierter Gewalt. Gutmenschen sollten an die Gräber und in die Intensivstationen geführt werden, sie sollten zum Hinsehen gezwungen werden, und dann sollte ihnen gesagt werden: Da, daran trägst du mit Schuld! (Siehe auch mein Essay „Die Schuld der Gutmenschen“)

Ich lache gewiss nicht darüber, dass ehrliche Lebensträume zu platzen drohen; daran fände ich nichts Lustiges. Es ist traurig. Die Menschen in der Ratiborstraße haben das getan, was ich für das Edelste halte, ja, was ich für das „Gute im ethischen Sinne“ halte: sie haben ihre Relevanten Strukturen gestützt. Dass dies bedroht ist, darüber gibt es wenig zu lachen.

Diese Menschen haben aber (!), gleichzeitig, sich ein Kostüm der Heuchelei angezogen. Sie wurden von Politikern und Meinungsmachern manipuliert, eine Partei zu wählen, die eben diesen berechtigten Traum kaputtmacht. Bislang wurde der Traum vom geschützten, selbstbestimmten Leben anderer Bürger bedroht – und jetzt wird eben das eigene Leben umgekrempelt. Es wird nie wieder werden „wie früher“. (siehe auch: „Nehmt Abschied…“)

Ich lache über das sichtbare Zusammenbrechen eines Lügen-Narrativs. Jahrelang haben uns Grüne, Gutmenschen, gewisse „Globalisten“ und das GEZ-TV gepredigt, jede Handlung sei „gut“, wenn sie nur dem Wohl von Immigranten dient, und dass jeder, der die von ihm selbst mit aufgebauten Strukturen lieb hatte und bewahren wollte, ein „Nazi“ und „Rechtspopulist“ sei.

Es war ein Teil der Lüge, dass die lautesten „Gutmenschen“ die Aufgabe der eigenen Ordnung immer nur anderen auferlegt haben. Während die Kirchenoberen weiterhin von ihren geschützten Gemächern aus den unbegrenzten Zuzug fordern, bekommen inzwischen auch die „kleinen“ Gutmenschen mit, warum die ach so bösen „besorgten Bürger“ besorgt waren.

Die Lügen der vermeintlich „Guten“ spalten Deutschland. Diese Lügen haben viel Leid verursacht und sogar Menschenleben gekostet. (siehe auch: „Ist nicht viel passiert…“) – Diese Lügen drohen aber, noch viel mehr Leid zu verursachen. Es macht mich froh, wirklich froh, wenn gefährliche Lügen kollabieren. Mein Lachen über die ungelenken Formulierungen jener eigentlich anständigen Leute ist ein befreites Lachen, ein Lachen mit Hoffnung – bitte sehen Sie es mir nach!“ (…)

https://dushanwegner.com/wenn-es-die-guten-trifft/