Emmanuel Macron: Die Bourgeoisie bekommt von der Migration nichts mit

Frankreichs Präsident Emmanuel Macron hat vor Abgeordneten seiner Partei eine Wende in der Migrationspolitik angekündigt. Das Asylrecht werde missbraucht. Die Bourgeoisie bekomme von der Migration nichts mit, ganz im Gegensatz zu den unteren Klassen.
(…) „Macrons Gebrauch des Begriffs „bürgerliche Partei“ als Interessenvertretung einer gesellschaftlichen Klasse kontrastiert stark zu der in Deutschland gängigen, oberflächlichen Verwendung dieses Wortes „bürgerlich“ im Sinne von „anständig“ oder „zivilisiert“. Auch seine Beschreibung der unterschiedlichen Folgen der Migration für die verschiedenen Schichten der Gesellschaft ist im deutschen Mainstream derzeit nicht zu finden und wäre so kaum denkbar.

Die Ausführungen des Präsidenten zur Migration lassen einen deutlichen Sinneswandel gegenüber früheren Äußerungen möglich erscheinen. Vor seiner Präsidentschaft hatte er die Flüchtlingspolitik der deutschen Bundeskanzlerin Angela Merkel als „einzige mögliche würdevolle Reaktion“ gelobt.

Bei seiner angekündigten Neuausrichtung der Migrationspolitik muss Macron allerdings auch in seiner Partei mit Widerstand rechnen. 15 Abgeordnete des linken Flügels veröffentlichten ebenfalls am Montag einen Brief, in dem sie eine „menschliche Lösung“ des Migrationsproblems einforderten und vor einer bewusst in die Debatte eingebrachten Hysterie warnten.“ (…)

https://deutsch.rt.com/europa/92577-emmanuel-macron-unser-asylrecht-wird/

Kommentar GB:

Man kann mit diesem Stück Realismus wahrscheinlich eine überfällige Reaktion auf die Gelbwesten-Proteste sehen. Und vielleicht gibt in Frankreich auch immer noch die Furcht vor dieser alten Maschine aus dem 18. Jahrhundert …

Diese Furcht gibt es in Deutschland jedenfalls nicht:

Christian Wulff nennt Flüchtlingszuzug einen „Glücksfall wie die deutsche Einheit“

Der frühere Bundespräsident Christian Wulff hat den Zustrom von Flüchtlingen mit der deutschen Einheit verglichen. Wie diese werde der Flüchtlingszuzug zu einem „Glücksfall“ der deutschen Geschichte werden. Fehleinschätzungen und Probleme änderten daran nichts.

„Christian Wulff hat den Flüchtlingszustrom der vergangenen Jahre als historischen „Glücksfall“ für Deutschland bezeichnet – „wie die deutsche Einheit“. Bei einer Veranstaltung der Konrad-Adenauer-Stiftung anlässlich seines 60. Geburtstags äußerte der frühere Bundespräsident am Dienstag in Hannover den Geburtstagswunsch, sich den Termin 4. September 2040 im Kalender vorzumerken. An diesem Tag werde Deutschland das historische Großereignis „25 Jahre Flüchtlinge“ feiern.

Deutschland werde auf den Zuzug der Flüchtlinge in einigen Jahren als einen „großen Moment seiner Geschichte“ zurückblicken, so Wulff weiter. Die Fehleinschätzungen und Probleme bei der Aufnahme der Flüchtlinge stünden dem nicht im Wege. Wulff wörtlich:

Die Chancen sind groß, dass der Flüchtlingszuzug zu einem Glücksfall der deutschen Geschichte wird.

(…) „

https://deutsch.rt.com/inland/89374-christian-wulff-nennt-fluchtlingszuzug-glucksfall/

Kommentar GB:

Einen derartigen Grad an Verblendung hätte ich bei einem mutmaßlich denkfähigen Menschen nicht für möglich gehalten. Aber man lernt nie aus …

Wer in der Politik mag diese Sichtweise noch teilen? Ich vermute, es sind derer nicht wenige.