Erdogan droht EU erneut mit Grenzöffnung

Der türkische Präsident Recep Tayyip Erdogan hat Europa erneut gedroht, Geflüchteten die Tore zu öffnen, wenn sein Land nicht mehr Unterstützung erhalte. Auch NGOs appellierten an die EU, das Flüchtlingsabkommen mit der Türkei aufzukündigen. Doch aus einem anderen Grund: Sie sorgen sich um die Behandlung der Menschen. Die EU-Kommission drängt dagegen aber auf noch mehr Rückführungen in die Türkei.

https://orf.at/stories/3136182/

Kommentar GB:

Dringende Leseempfehlung!

(…) „Die EU unterstützt die Türkei bei der Versorgung der syrischen Flüchtlinge. Im EU-Flüchtlingsdeal von März 2016 sagte Brüssel der Türkei sechs Milliarden Euro über mehrere Jahre zu. Erdogan wirft der EU aber vor, ihre Versprechen nicht einzuhalten, und droht regelmäßig mit einem Bruch des Abkommens. Am Donnerstag sagte er, die Türkei habe 40 Milliarden Dollar für Geflüchtete ausgegeben, von der EU aber bisher nur drei Milliarden Euro erhalten.

EU-Sprecherin Natasha Bertaud wies die Vorwürfe zurück. Sie sagte, die EU vertraue darauf, dass sie die Kooperation mit der Türkei fortsetzen könne, und leiste „substanzielle Unterstützung“ für die dortigen geflohenen Menschen. Bisher habe die EU 5,6 der vereinbarten 6,0 Milliarden Euro bereitgestellt, und der Rest folge in Kürze, versicherte Bertaud.“ (…)