Klima-Karrieren – nur für Frauen

Wolfgang Meins / 21.09.2019 /

(…) „Resultat des Berufungsverfahrens ist, dass man in Deutschland ganz offensichtlich auf eine, zudem potenziell unbefristete und hoch dotierte (W3) Medizinprofessur berufen werden kann, ohne jede einschlägige Qualifikation. Vielleicht reflektiert das aber auch bloß einen speziellen Berliner Umgang mit der Frauenförderung. Auch wenn es in der Stellenausschreibung noch relativ harmlos daherzukommen scheint – „Bei gleichwertiger Qualifikation werden Frauen im Rahmen der rechtlichen Möglichkeiten vorrangig berücksichtigt“ –, lässt sich im Einzelfall darüber, was nun genau eine „gleichwertige Qualifikation“ ist, trefflich streiten.

Wobei die Richtung dieser Diskussion nicht unabhängig sein dürfte von dem Frauenanteil in der Berufungskommission und schon gar nicht von den offenen und verdeckten Vorgaben der zuständigen Senatskanzlei. Die lobt Berlin gerade als „Vorreiterin“ mit der Meldung„48 Prozent der Rufe auf Professuren gehen an Wissenschaftlerinnen.“ 2016 waren es im Übrigen lediglich 29 Prozent. Da hat das Qualifikationsniveau von weiblichen Wissenschaftlern aber in ganz kurzer Zeit ganz stark zugenommen.“ (…)

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