Perpignan. Die Klimahysterie wird zum Todeskult!

22. September 2019

Dr. Gudrun Eussner

 

Perpignan. Die Klimahysterie wird zum Todeskult!

„Perpignan : 1000 Marschierer singen das Klima unterm Regen“
Perpignan : un millier de marcheurs chante le climat sous la pluie

So demonstrieren am Samstag, 21. September 2019, durch die Innenstadt Perpignans, die von Linksextremen aller Schattierungen, vom 22-jährigen Lucas, NPA, der arbeitslosen Inès, LFI, Youssef, PCF, N.N. EELV, LDH und anderen organisierten und manipulierten Jugendlichen. Die Journalistin der Zeitung sieht das allerdings anders. Nicht Agitatoren, sondern „das Klima hat diesen Samstag in Perpignan mobilisiert.“ Wen?  „Die Verteidiger des Planeten“.

Unter dem tun die Totengräber der Gesellschaft das nicht. Sie „prangerten die Klima-Untätigkeit an und forderten die soziale Gerechtigkeit“. Damit es nicht gleich ins Auge sticht, wer da unterwegs ist, nennen sich die Organisatoren, von denen kaum ein Name an die Öffentlichkeit gelangt,  Alternatiba66: „Der Erfolg der Energie- und der sozialen Wende geht uns alle an“ und Collectif Citoyen pour le Climat 66, CPLC, „Kollektiv Bürger für das Klima 66„. Die Zahl 66 bezeichnet das Département Pyrénées-Orientales. Kollektiv nennen sich in Frankreich immer solche Gruppen, die durch nichts und niemanden demokratisch legitimiert, aber moralisch auf höchstem Niveau zu verorten sind: „Vereinigungen, Gewerkschaften und einige Figuren des politischen Lebens, darunter Agnès Langevine, Vizepräsidentin der [Europa Ökologie – Die Grünen] EELV der Region“, Mitglied der okzitanischen politischen Gruppe Nouveau Monde, „Neue Welt“, gehören dazu. Letztere Gruppe wurde auf Initiative der EELV von Politikern der PS, EELV und des PCF gegründet, um sich von den Schmuddelkindern der LFI abzugrenzen, mit denen sie vorher in der Gruppe Nouveau monde en commun vereint waren. Motto: Pack verträgt sich – Pack schlägt sich!

Aber es ist wie bei den sunnitischen und schiitischen Muslimen: Wenn es gegen den gemeinsamen Feind geht, verträgt sich das Pack aus taktischen Gründen. Und so lassen sie die, wenn Emmanuel Macron nicht bald etwas unternimmt, dem unausweichlichen Klimatod geweihten Jugendlichen fünf Särge schleppen, die „die Menschlichkeit, den Wald, den Ozean, die saubere Luft und die Tiere vertreten. „Seine Sense in die Höhe reckend, führt sie der Tod an, sich bereit machend, den Trauermarsch anzuführen.“ Neben ihm trottet ein „mickriger Eisbär“, „ein Klimaflüchtling“, wie auf einem Plakat steht, das er in der Tatze trägt. Den Bär, ablaufende Uhr zum Klimatod in der anderen Tatze, kann man für Demonstrationen mieten.

Agitatorin Laura Tournand gibt die Parole aus: „Die Katastrophe läuft schon, aber es ist nie zu spät zum Handeln“. Über die Frau erfährt man im Internet wenig bis nichts; sie ist eine der Sprecherinnen des „Kollektivs Bürger für das Klima“. Woher kommt sie, wer finanziert sie?

Eine Christine, Familienmutter, aus Ponteilla, 12 km von Perpignan, wird interviewt:  „Auf daß die Massen aufwachen!“ Sie übt Selbstkritik. Im Auto sei sie mit ihrer Familie gekommen: nicht gut, Seifenblasen habe man mitgebracht: nicht gut. Aber sie äßen Zwischenmahlzeiten ohne Palmöl: gut! „Und im Alltag sind wir im Boykott von allem, was das Klima verändert.“

Wie soll die Familie denn sonst nach Perpignan kommen? Hier ist der Plan des städtischen Busunternehmens: Sankéo Linie 27:  Von Ponteilla nach Perpignan, um 6:46, 8:46 und 17:36 Uhr, zurück um 7:47, 12:10, 16:30, 18:30 Uhr.

Virginie legt nach: „In Ponteilla habe ich eine Vereinigung gegründet, Eco-nature 66„. Sie fange mit der Predigt zu Hause an. „Wir machen unseren Joghurt selbst, wir legen einen Komposthaufen an, und wir machen Jagd auf Plastik,“ ergänzt stolz ihr zehnjähriger Sohn Gabriel.

Meine Güte! Dann bin ich Klimaschützer schon seit vielen Jahrzehnten, als all die Spinner noch nicht unterwegs, ja, nicht einmal geboren waren! Milch wurde in Satten aufgesetzt, dann als Dickmilch, verarbeitet zu Plundermilch, Komposthaufen wurden immer schon im Garten angelegt, schon von meinen Großeltern, und Plastik benutze ich so wenig, wie möglich. Jeden Morgen sammle ich Plastik und Papier von unserer Straße auf und bringe sie mit eigenem Müll zum Müllcontainer.

Beifall für die Marschierer, die mehr den Büßern der Sanch-Prozession als hoffnungsvollen Jugendlichen ähneln. Gesänge der Hoffnung [?] und Slogans begleiten den „Zug der Leiden“. Welche Gesänge und welche Slogans, steht da nicht. Ich vermute Lieder wie „Wacht auf, Verdammte dieser Erde“ und Slogans wie „Der ökologische und der antikapitalistische Kampf gehören zusammen“.

Es marschiert die „junge Garde des Proletariats„.

Quelle:

https://eussner.blogspot.com/2019/09/perpignan-die-klimahysterie-wird-zum.html

Kommentar GB:

Was die Klimahysterie angeht: Im Grunde haben wir es, wissenschaftlich gesehen, mit Hypothesen zu tun, mit Korrelationen auf der Systemebene, mit Computer-Simulationsmodellen mit zweifelhafter Aussagekraft, mit Lücken in der Grundlagenforschung bezüglich der Kausalitäten und mit teils erheblichen Datenlücken. Selbst die bisherigen Zwischenergebnisse sind umstritten.

Ich will damit nicht sagen, daß das alles Unsinn wäre, sondern nur, daß ich alles andere als gewiß bin, daß das Klimarisiko (Risiko ist ein Begriff des Möglichkeitsraums) real werden wird. Man mag dieses Risiko ernst nehmen, aber dann muß man wenigstens an den richtigen Stellen ansetzen. Was wir tun oder lassen, bleibt bei unserem deutschen globalem CO2-Anteil von ca. 2% sowieso ohne Wirkung und Bedeutung. Das alleine führt das, wir gerade an Hysterie erleben, ad absurdum.  –