Medienspiegel

Die DDR und der jüdische Staat: Auftritt einer Informantin

Die Stasi bildete israelfeindliche Terroristen aus und versorgte sie mit Waffen. Ausgerechnet die ehemalige Stasi-Mitarbeiterin Anetta Kahane soll jetzt in Berlin über das Verhältnis der DDR zum jüdischen Staat referieren.
Hubertus Knabe 11.10.2019

„Der gefährlichste Israel-Hasser der Welt trug bei der Stasi den Decknamen «Ibrahim». Seit 1981 war Abu Nidal, Gegenspieler von PLO-Chef Jassir Arafat, beim DDR-Staatssicherheitsdienst als Inoffizieller Mitarbeiter (IM) registriert. Der Mann, der für mehr als 100 Anschläge in 20 Ländern verantwortlich ist, war regelmässig in Ostberlin, von wo aus er jederzeit unkontrolliert in den Westen fahren konnte. Seine Firma «Zibado» unterhielt dort sogar ein Büro; ihre illegalen Waffengeschäfte sollen ihm 350 Millionen Dollar beschert haben.

Dem offiziellen Antifaschismus zum Trotz gehörte Israelfeindlichkeit fast 40 Jahre lang zur Staatsräson der DDR. Die SED unterstützte seit den frühen 1970er Jahren nicht nur die damals noch als Terrororganisation agierende PLO, sondern auch deren Abspaltungen.“ (…)

https://www.nzz.ch/feuilleton/anetta-kahane-ex-stasi-mitarbeiterin-soll-ueber-ddr-antisemitismus-referieren-ld.1514463