Fünf Gründe warum die Linkspartei an Geltungskraft verliert

von Stefan Groß-Lobkowicz  6.10.2019

„Einst regierte die LINKE den Osten unisono und war als Kümmererpartei allgegenwärtig. Der deutsche Osten der Puls und die Partei seine Herzkammer. Doch die Windrichtung hat sich geändert, die Herzen auch: Die LINKE ist im Abschwung und verliert an Atem, ihr droht der Infarkt, wenn nicht gleich der Kollaps und die Versenkung in der Bedeutungslosigkeit. Denn wer im Osten Denkzettel verteilen will macht das schon längst nicht mehr im Links, sondern mit der AfD.“ (…)

https://www.theeuropean.de/stefan-gross/wir-brauchen-mehr-sahra-wagenknecht/

Kommentar GB:

Es wird wohl weiter zügig abwärts gehen, wie mit der SPD auch. Statt sich an den Werten der Aufklärung einschließlich Religionskritik – heute ist das: Islamkritik – zu orientieren, hat sich die Linke postmodernisiert – mit all den damit verbundenen abartigen Themensetzungen. Wer sich aber vom Zeitgeist hinter die Fichte und ins Gebüsch führen läßt, der kommt imprägniert wieder heraus. Und das merkt man eben besonders den Frauen der LINKEN an, wie deren Bundestagsreden – etwa die von Ulla Jelpke – zeigen.

Sarah Wagenknecht ist dagegen ein mündiges Individuum, und gerade deshalb steht sie allein. Abgesehen davon, daß sie sich selbst auch nicht aus der einschränkenden und verkürzenden sozioökonomischen Perspektive befreit hat: wen wollte sie denn anleiten, welches politische Personal? Das ist ja ebenso die – verzweifelte – Frage bei der SPD: welches Personal denn?

Ach ja, von den Grünen gar nicht erst zu reden …

Es ist ein jämmerliches Trauerspiel …