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Interview mit Susanne Schröter

„Butler hat nichts verstanden“

Kritik am politischen Islam gerät schnell unter Rassismusverdacht.

Ein Interview mit Susanne Schröter vom Forschungszentrum Globaler Islam.

https://taz.de/Forschung-zum-politischen-Islam/!5608768/

Kommentar GB:

Interessant ist an dem Interview, welchen hier nur angedeuteten aber massiven Zwängen sich Frau Schröter offensichtlich ausgesetzt sieht. Die erklären vielleicht z. T. die unten erkennbare Schiefe in der Argumentation:

„Wir sind das einzige Zentrum im deutschsprachigen Raum, das sich dezidiert mit diesem Thema beschäftigt, das über den politischen Islam, mit repressiven islamistischen Ordnungen forscht und die Dinge klar beim Namen nennt. Das gilt als heißes Eisen und entspricht nicht dem herrschenden akademischen Mainstream, so dass man schnell Gegenwind bekommt.

Warum?

Schon das Wort Islamismus wird unter Verdacht gestellt. Man [wer ist das? GB] möchte den Islam nicht mit negativen Dingen in Bezug bringen, fokussiert stattdessen auf Islamfeindlichkeit oder die Diskriminierung von Muslimen. Man glaubt es kaum, wie viele Projekte zur Islamfeindlichkeit finanziert werden. Ich kritisiere Totalitarismus, egal woher er kommt, egal in welcher Verkleidung er auftritt. Mein Spezialgebiet ist der islamische Totalitarismus, der politische Islam [aber es gibt keinen unpolitischen Islam; GB]. Nicht die Religion. Mir geht es nicht um den Islam, der sehr unterschiedliche Facetten aufweist, sondern um eine politische Strömung, die ich für äußerst gefährlich halte. Die nicht nur nach außen gegen Nichtmuslime oder liberale Muslime, sondern auch nach innen und vor allem gegenüber Frauen und Mädchen extrem repressiv ist.“ (…)

Über die Herkunft und Struktur dieser Zwänge wäre zu sprechen, und über Islamophilie.

Ein weiteres Thema:

„Nach 150 Jahren Frauenbewegung und der Etablierung der postkolonialen Theorie an den Universitäten haben sich die Machtverhältnisse fundamental geändert. In einigen Bereich dominieren Männer zwar noch, doch in anderen herrscht Gleichberechtigung und in wieder anderen lässt sich sogar eine Benachteiligung von Männern feststellen ­– wenn sie etwa bei Einstellungen per se ausgeschlossen werden oder nicht an Mentoringprogrammen partizipieren.“ (…)

Es sei hier nur angemerkt, daß der Feminismus seinem Begriff nach kein Humanismus ist.

 

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