„Kinder – ein Ego-Projekt?“

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„Sinkende Geburtenraten

Von einer Familienpolitik, die sich seit der Gründung des Bundesfamilienministeriums 1953 zur Aufgabe machte, die Familie in ihrer traditionellen jahrhundertealten Zusammensetzung zu stärken, hat man sich seit der Regierungsübernahme durch die sozialliberale Koalition im Jahr 1969 nach und nach verabschiedet. Seitdem werden Paare eher entmutigt als ermutigt, Kinder zu bekommen.

Vereinbarkeit von Beruf und Familie war das große Motto der siebziger Jahre. Das „Einbauen“ der Frauen in den Arbeitsmarkt bedeutet schließlich mehr Steuern für den Staat und Absenkung der Löhne. Die Geburtenregelung wurde stetig erleichtert. Man denke an die Anti-Baby-Pille, man denke an die Möglichkeit des Einfrierens von Eizellen für die Zeit, in der Frauen nicht mehr so leistungsfähig sind wie in jungen Jahren. Man denke an die immer wieder in einigen Köpfen spukende Lockerung der Hindernisse für Spätabtreibungen und an die Kontroverse über ein Werbeverbot für Schwangerschaftsabbrüche, wobei ich mich immer wieder frage, warum der Schutz, den die Antibabypille bietet, und die Verantwortung, diesen Schutz auch zu nutzen, bei solchen Diskussionen nie erwähnt wird.“ (…)

„Kinder – ein Ego-Projekt?“